Freie Christliche Gemeinde

Mehrere 100.000 Steine: Lego-Wochenende in Mendener Gemeinde

Die Kinder- und Jugendreferentin Miriam Börner und der der erste Vorsitzende der Gemeinde Michael Seelhöfer sitzen im Jugendraum und freuen sich auf die 40 Kinder.

Die Kinder- und Jugendreferentin Miriam Börner und der der erste Vorsitzende der Gemeinde Michael Seelhöfer sitzen im Jugendraum und freuen sich auf die 40 Kinder.

Foto: Sophie Beckmann / WP

Menden.  Mehr als 100.000 Lego-Steine hat die Freie Christliche Gemeinde Ecclesia (FCGE) gemietet. Die FCGE veranstaltet ein Lego-Bau-Wochenende.

Ein Anhänger, beladen mit mehr als 100.000 Lego-Steinen, biegt in die Holzener Straße ein. Denn in der Freien Christlichen Gemeinde Ecclesia (FCGE) ist Lego-Bau-Wochenende. Von Freitag bis Sonntag können Kinder mit Bausätzen und vielen bunten Steinen eine eigene Stadt aufbauen.

Lego-Stadt schon vor zehn Jahren gebaut

„Die Idee ist eigentlich nicht neu“, sagt die Kinder- und Jugendreferentin der Gemeinde, Miriam Börner. Denn bereits vor zehn Jahren hat die FCGE das Event veranstaltet. Die Ecclesia-Gemeinde hat keinen eigenen Jugendpastor und musste die Lego-Steine mieten – das ist der Grund, warum das Lego-Bau-Wochenende erst zum zweiten Mal stattfindet. „Vor zehn Jahren hat mein Sohn dort teilgenommen und war begeistert“, erzählt Börner. Viele der damaligen Teilnehmer helfen dieses Mal als Mitarbeiter aus. „Dass wir so viel Hilfe bekommen, hätten wir anfangs nicht gedacht.“

Im Oktober 2018 kam den Mitarbeitern der Gemeinde zunächst die Idee, erneut ein Lego-Bau-Wochenende zu organisieren. Allerdings war der damalige geplante Zeitraum ungünstig, daher wurde das Ganze verschoben. „Ursprünglich wollten wir, dass das Event im Januar stattfindet. Aber weil viele Eltern mit ihren Kindern im Urlaub waren und in der Weihnachtszeit genug zu tun hatten, haben wir die Veranstaltung verschoben“, sagt die Kinder- und Jugendreferentin.

Am Wochenende bauen 40 Kinder gemeinsam eine Stadt aus Lego. Die Teilnahme erfordert allerdings eine Anmeldung. Das Alter der Kinder liegt zwischen acht und zwölf Jahren, doch sei das keine Richtlinie, die zwingend eingehalten werden muss, erklärt Miriam Börner.

Eigene Gemeinde soll gebaut werden

Miriam Börner erzählt, dass ein Jugendlicher mit einer besonderen Idee zu ihr kam: „Der Junge ist auch Mitglied bei uns. Er wollte eine Gemeinde aus Lego bauen. Den Vorschlag fand ich super, also bin ich losgegangen und habe Lego-Steine gekauft. Denn das Kunstwerk wollen wir dann natürlich behalten.“ Die restliche Steine sind nämlich gemietet und werden am Sonntagnachmittag wieder abgeholt.

Auch der erste Vorsitzende der FCGE, Michael Seelhöfer, ist begeistert von dem Vorschlag. „Wenn sich die Kinder selbst mit ihren Ideen einbringen, ist das natürlich umso erfreulicher.“ Er sagt, dass er sich vorstellen könne, solch ein Lego-Bau-Wochenende alle drei bis vier Jahre zu organisieren. „In den anderen Jahren wollen wir wieder Familientage veranstalten, mit Hüpfburg, Spielen und Zuckerwattemaschinen. Außerdem gibt’s an Ostern einen großen Brunch-Gottesdienst.“

Den beiden Mitarbeitern der Gemeinde ist vor allem wichtig, dass zwischen den Kindern eine „familiäre und harmonische Atmosphäre“ herrscht. Sie sagen, dass sie mit der Veranstaltung natürlich auch christliche Werte vermitteln wollen. Daher findet am Sonntag ein großer Abschlussgottesdienst statt. Und auch mit verschiedenen Liedern und einem gemeinsamen Abendessen möchte die Gemeinde christliche Werte an die Teilnehmer weitergeben. In erster Linie solle den Kinder aber gezeigt werden, dass sie mit sich selbst zufrieden sein können.

Ganz unterschiedliche Kinder werden am Wochenende kommen, sagt Michael Seelhöfer. „Die haben alle ganz unterschiedliche Charaktere, kommen aus verschiedenen Familienverhältnissen und sozialen Schichten – da ist es einfach schön zu sehen, wenn die Kids sich untereinander verstehen und gemeinsam etwas bauen.“ Er fügt noch schmunzelnd hinzu: „Wenn manche Teilnehmer dann zukünftig auch noch unseren Gottesdienst besuchen, haben wir unser Ziel erreicht.“

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