Gericht

Mendener Disco: Ohrfeige eskaliert, Massenschlägerei folgt

Nachdem ein Betrunkener aus Menden einem anderen Partygast eine Ohrfeige gegeben hat, eskaliert die Situation unerwartet.

Nachdem ein Betrunkener aus Menden einem anderen Partygast eine Ohrfeige gegeben hat, eskaliert die Situation unerwartet.

Foto: Martin Schutt / DPA

Menden.  Alkoholisiert pöbelt ein 24-Jähriger Mendener einen anderen Partygast an. Nach einer Ohrfeige stürzen sich unerwartet zehn Mann auf das Opfer.

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Alkoholisiert pöbelt ein 24-jähriger Mendener vor einer Disco einen anderen Partygast an. Als er diesem eine Ohrfeige gibt, eskaliert die Situation – es kommt zur Massenschlägerei. Nun muss er die Konsequenzen dafür tragen und steht vor Gericht. Er muss nun 1500 Euro Schmerzensgeld an den Geschädigten zahlen.

Im Dezember 2018 ist der 24-jährige Mendener in einer hiesigen Disco. Er hat nach eigenen Angaben „viel getrunken, vor allem Wodka und Tequila“ – der spätere Atemalkoholtest ergibt einen Wert von circa 1,4 Promille. Betrunken pöbelt er beim Rauchen vor der Tür einen anderen Partygast aus Werl an, provoziert ihn immer wieder und verpasst ihm schließlich eine Ohrfeige. Danach stürzen sich zehn Umstehende auf das Opfer, ringen es zu Boden und treten auf es ein.

Der Werler erleidet mehrere Schürfwunden und Prellungen am Kopf, im Gesicht, Ellbogen, Hüfte und Oberschenkel. Verbringt die Nacht in der Notaufnahme.

Sie kamen von allen Seiten

Vor Gericht ist der Angeklagte sichtlich bestürzt. „Es tut mir richtig leid. Ich kann mir nicht erklären, was da passiert ist“, beteuert er immer wieder. Er gibt zu, das Opfer provoziert und geschlagen zu haben. Danach sei alles ganz schnell gegangen. „Da sind zehn andere Leute auf uns zugestürzt. Ich dachte, die schlagen mich auch.“ Angegriffen haben sie allerdings nur das Opfer.

Der Mendener beteuert, keinen weiteren Schlag mehr ausgeteilt zu haben. Die anderen Angreifer will er nicht gekannt haben. Opfer und Augenzeugin bestätigen seine Version der Geschichte. Ob der Angeklagte nach dem ersten Schlag noch einmal zugeschlagen oder -getreten hat, weiß keiner mehr. „Da waren so viele Leute auf mir. Ich habe nur noch versucht, meinen Kopf zu schützen“, sagt der 19-jährige Werler. Die Zeugin, befreundet mit Opfer und Angeklagtem, sprach sich zudem für den Mendener aus. „Er ist eigentlich immer friedlich. Sowas kenne ich nicht von ihm.“

Da sich der Angeklagte geständig zeigt und seine Tat bereut, plädiert der Staatsanwalt auf eine einfache Körperverletzung und ein Bußgeld. Die Richterin sieht das ähnlich: Der Angeklagte muss 1500 Euro an das Opfer zahlen.

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