Beitrag zum Klimaschutz

Mendener Linke fordert ein Schüler-Busticket für alle Linien

Viele Schüler, ein Ticket: Das fordert jetzt die Partei Die Linke für Menden und den ganzen Märkischen Kreis.

Viele Schüler, ein Ticket: Das fordert jetzt die Partei Die Linke für Menden und den ganzen Märkischen Kreis.

Foto: Archiv, Martina Dinslage

Menden/Balve.  Die Linke will die strengen Regeln für die Übernahme von Schülerfahrtkosten aufgeben und stattdessen ein Ticket für alle Kinder einführen.

Ein MVG-Schülerticket für alle, das unabhängig ist von der Länge des Schulwegs, fordert die Mendener Linke jetzt in einem Antrag an den Schulausschuss der Stadt. Ziel des Antrags ist es, dass sich das Rathaus an die MVG wendet, um über die Einführung zu verhandeln. Der Ausschuss berät am Dienstag ab 17 Uhr öffentlich im Ratssaal.

Heute, sagt Thomas Thiesmann als Fraktionschef der Linken im Stadtrat, gebe es das Ticket und die damit verbundene Übernahme der Fahrtkosten nur unter strengen Auflagen. So werden sie erst ab einer bestimmten Entfernung zum Wohnort genehmigt, die für Grundschulen, Mittel- und Oberstufe noch jeweils anders festgelegt sind. Außerdem dürfe damit nur der Bus zur nächstgelegenen Schule der gewählten Schulform gefahren werden, alle anderen Fahrten sind damit nicht erlaubt.

In anderen Kreisen schon eingeführt

ln einigen Kreisen in NRW gebe es aber bereits Schülertickets, die für alle Kinder und Jugendlichen gelten und auch im Freizeitverkehr nutzbar sind. Schüler würden damit „umnfassend mobil“, so Thiesmann. 24 Stunden am Tag, auch an den Wochenenden, könnten Kinder und junge Leute unkompliziert und kostengünstig in ihrer Freizeit Schwimmbäder oder Kinos besuchen und an verschiedenen Veranstaltungen und Aktivitäten teilnehmen. So werde auch der Hol- und Bringverkehr durch Eltern eingedämmt, auch als Beitrag zum Klimaschutz.

Weniger Aufwand

Zudem müsste die Kosten nicht steigen, weil der heutige Verwaltungsaufwand für Berechnungen und Genehmigungen eher höher sei als die Ausgabe eines Tickets für alle. Schulverwaltung und in den Schulsekretariate würden entlastet. Die Linke stelle diesen Antrag zeitgleich auch in der Kreisstadt Lüdenscheid sowie in Iserlohn. Thiesmann: „Positive Beschlüsse in diesen Städten wären auch ein starkes Signal an den Märkischen Kreis.“ Um die Schüler-Fahrtkosten hatte es in der Vergangenheit regelmäßig Streit gegeben, zuletzt nach dem Wechsel der Lendringser Realschüler nach Menden.

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