Bitte um Hinweise

Nach Überfall auf Frau in Menden: Polizei hofft auf DNA-Spur

Aus einem Feld in Barge griff der Unbekannte am Freitagabend die nichtsahnende 68-Jährige an und zerriss ihr das Oberteil. Dann flüchtete er in Richtung Auf der Schier.

Aus einem Feld in Barge griff der Unbekannte am Freitagabend die nichtsahnende 68-Jährige an und zerriss ihr das Oberteil. Dann flüchtete er in Richtung Auf der Schier.

Foto: Archiv, Martina Dinslage

Menden.  Nach dem offenbar sexuell motivierten Überfall auf eine 68-Jährige in Barge bittet die Polizei, bei verdächtigen Beobachtungen die 110 zu wählen.

Der offenbar sexuell motivierte Angriff eines Unbekannten auf eine 68-jährige Rentnerin am Kapellenweg in Barge wirft viele Fragen auf, auch bei den Ermittlern: „Dass ein Täter eine Frau auf diese Weise angreift, ihr Oberteil zerreißt und dann flüchtet, das hatten wir noch nie“, erklärte der Iserlohner Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung.

Fall ist „atypisch“

Der Überfall, der am Freitagabend an einem Feld am Johannesweg in Barge geschah, sei „atypisch und besorgniserregend“. Er gehe über eine sexuelle Belästigung deutlich hinaus. Der Fall solle jetzt aber weder aufgebauscht noch heruntergespielt werden, sagte Boronowski. Eingeschaltet sei die Kriminalbeamtin, die bei der märkischen Kreispolizeibehörde für Sexualdelikte zuständig ist.

Opfer wird nochmals befragt

Noch in dieser Woche werde die überfallene Mendenerin zur Befragung gebeten. Von der Frau, für die der Überfall laut Polizei „ganz sicher ein einschneidendes Erlebnis“ gewesen sei, erhoffe man sich im Nachgang noch weitere Aufschlüsse. So liegt vom Täter bislang nur eine sehr vage Beschreibung vor: 1,85 Meter groß und von „normaler Statur“. Dass der Mann, der aus einem Feld hervorgesprungen war, die zerrissene Kleidung der Frau nicht mitnahm, sondern auf den Boden warf, gibt den Fahndern immerhin Anlass zur Hoffnung auf DNA-Spuren. Sollte der Mann in der Vergangenheit schon einmal einschlägig aufgefallen sein, könnte man ihn auf diese Weise womöglich rasch ermitteln. Ansonsten dürfte es schwierig werden.

Auffälligkeiten melden

Vorläufig bittet die Polizei alle Bürgerinnen und Bürger darum, in und um Barge die Augen offen zu halten. Boronowski: „Wer zum Beispiel eine Person oder ein abgestelltes Auto sieht, die dort nicht hingehören, oder sonstige Auffälligkeiten beobachtet, den bitten wir ausdrücklich, die 110 zu wählen.“

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