Keine Verletzten

Orkantief Burglind verursacht viele kleinere Sturmschäden

Versperrt: So wie hier auf dem Bürgersteig an der Hermann-Löns-Straßesah es am Mittwochmorgen an vielen Stellen im Stadtgebiet aus. Zu Verletzten oder größeren Sachschäden kam es jedoch nicht.

Foto: Thomas Hagemann

Versperrt: So wie hier auf dem Bürgersteig an der Hermann-Löns-Straßesah es am Mittwochmorgen an vielen Stellen im Stadtgebiet aus. Zu Verletzten oder größeren Sachschäden kam es jedoch nicht. Foto: Thomas Hagemann

Menden.   Viele Einsätze im Stadtgebiet, aber dank des raschen Eingreifens gab es in Menden weder Verletzte noch große Sachschäden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es ist wieder die Kyrill-Zeit: Jahreswechsel, Dauerregen, Hochwasser, durchweichte Böden – und dann ein Sturm. Doch „Burglind“ richtete am Mittwoch in Stadt und Wald längst nicht so große Schäden an wie ihr berüchtigter Vorgänger.

Dabei hatte Menden noch einmal besonderes Glück: So fielen auf der Regionalbahnstrecke RB 54 keine Züge aus, während rundherum im Sauerlandnetz wegen Bäumen auf den Gleisen kaum noch etwas ging.

17 Einsätze meldete die Feuerwehr, die um 7 Uhr Stadtalarm auslöste: Hämmerstraße und Ob dem Lahrtal wurden überflutet. Bäume blockierten die Hönnetalstraße, das Hellufer, die Christine-Koch- und Richard-Strauß-Straße, die Vogelrute und die Wolfskuhle. Auf dem Sauerfeld in Bösperde drohte ein Baum auf den Spielplatz zu stürzen, an der Pfarrer-Wiggen-Straße neigten sich Eschen zur Fahrbahn. Hier hatten lose Äste an einem Schmutzgitter den Bach dermaßen aufgestaut, dass die Wassermassen die angrenzenden Wohnhäuser bedrohten.

Neben Wasser brachte Burglind auch Orkanböen mit. Die rissen an der Mörikestraße in Platte Heide an einer Kaminabdeckung und lösten an der Hem-Tankstelle in Bösperde die Beleuchtungsblenden ab.

Mehrere Ampeln im Stadtgebiet blieben nach Blitzen und Stromausfällen dunkel, etwa an den Kreuzungen Westtangente/Liethen oder Bieberkamp/Fischkuhle in Lendringsen. Auch vor dem Bahnhof musste es nach den guten alten Vorfahrtregeln weitergehen. Jede der Anlagen war einzeln betroffen, eine Reihenschaltung gibt es in Menden nicht, wie Andreas Nolte vom Ordnungsamt erklärte. Der Blitz ließ auch einen Baum umstürzen.

Letztlich aber ging nach Angaben der Behörden alles glimpflich ab – vor allem ohne Verletzte. Die Polizei musste lediglich einen wetterbedingten Unfall aufnehmen.

„Wir haben nochmal Glück gehabt“, meint auch Stadtförster Dirk Basse. Angesichts der weichen Böden hätte Schlimmeres passieren können als einige umgestürzte Bäume, abgeknickte Äste oder Kronen. Dennoch gelte: „Hundehalter oder Jogger haben im Wald bei Sturm und am Tag danach nichts zu suchen.“

Die Hönne stand kurz vor Mittag bei knapp zwei Metern – und damit sogar knapp über der Marke von 1,90 Metern für ein Mittleres Hochwasser. Spundwände wurden eingesetzt, um Überflutungen zu verhindern. Viele Passanten betrachteten indes staunend das schnell fließende Wasser ihres sonst gerade halbmeterhohen Flüsschens.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik