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Rallye Obedience ist ein Riesenspaß für Mensch und Hund

Rotraud Heitmann mit ihrem Hund.

Rotraud Heitmann mit ihrem Hund.

Foto: Rotraud Heitmann

Menden.  Rallye Obedience ist seit 2012 als Hundesport anerkannt und erobert die Herzen der Hundeführer. Aber was ist eigentlich so besonders daran?

Ein Sport, bei dem sowohl der Mensch, als auch sein bester Freund, der Hund ausgelastet werden...? Ein Sport, bei dem hauptsächlich der Spaß und nicht die Leistung im Vordergrund steht...?Ein Sport, bei dem wirklich jeder und jede teilnehmen kann...? Beim Rallye Obedience geht es genau darum! Der Hundesport, der seit 2012 offiziell anerkannt wurde, erobert nun immer mehr die Herzen vieler Hundeführer. Aber was ist eigentlich so besonders daran?

Direkt bei der ersten Obedience-Prüfung mit „sehr gut“ bewertet

„Ursprünglich wollte ich gar nicht Rallye Obedience machen“, beginnt Marion Heider ihre Geschichte zu erzählen. „Als ich bemerkt habe, dass der Schutzdienst für meinen Schäferhund nichts ist, wollte ich mal was Neues ausprobieren und habe probeweise beim Obedience mitgemacht. Da wurde mein Hund bei der ersten Prüfung auch direkt mit der besten Note bewertet. Deshalb habe ich mich schließlich zu einem Seminar angemeldet. Leider hatte ich nicht gesehen, dass es um Rallye Obedience ging. Ich fand es aber trotzdem viel besser als Obedience und habe es im Verein vorgestellt.“

Beim Rally Obedience geht es hauptsächlich um die Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch während eines Parcours. Es werden Schilder aufgestellt, die verschiedene Übungen von den Teams verlangen, wie beispielsweise „Sitz“, „Platz“, „Steh“, aber auch Richtungs- oder Schnelligkeitsänderungen, sowie Slalom- und Pilonen-Übungen.

„Das Beste daran ist die wirkliche Zusammenarbeit mit dem Hund, ich darf in ständigem verbalen Kontakt mit ihm sein, ihn loben, motivieren und ermuntern. Ebenso toll ist es, dass ich auch über Körpersprache mit dem Hund kommunizieren darf“, sagt Rotraud Heitmann. Das unterscheide Rally Obedience auch grundsätzlich von anderen Hundesportarten. Die Interaktion während des Parcours ist hier erlaubt und sogar erwünscht, was im Agility schon zur Disqualifikation führen würde. Auf Turnieren dürfen sogar schon Kinder ab acht Jahren starten und ihr vierbeiniger Freund muss mindestens 15 Monate alt sein. „Super finde ich auch, dass niemand von dem Sport ausgeschlossen wird, denn auch Teilnehmer mit Einschränkungen eignen sich für Rallye Obedience. Es steht einfach der Spaß im Fokus und nicht die Leistung“, sagt Britta Mitchell.

Rallye-Obedience-Übungen im Wohnzimmer

Im Gegensatz zu anderen Hundesportarten muss man weder Geräte zum Trainieren anschaffen, noch besonders viel Platz im Garten haben. Die Rallye-Obedience-Übungen kann jeder auch im Wohnzimmer während des Fernsehschauens ausführen. „Außerdem hilft Rallye Obedience, die Zusammenarbeit zwischen Hund und Hundeführer zu stärken, somit kann auf die menschlichen und hundischen Bedürfnisse mehr eingegangen werden“, sagt Benjamin Eicker, „Ansonsten macht es mir auch einfach nur Spaß“.

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