Unternehmer bleibt hartnäckig

Schulte: Mendener Bürgermeisterkandidat braucht breite Basis

Hermann-Josef Schulte will weiter „zu einer starken Bürgermeisterkandidatur beitragen“, auch wenn sein Anliegen bei der Mendener Unionsspitze derzeit nicht gut ankommt.

Hermann-Josef Schulte will weiter „zu einer starken Bürgermeisterkandidatur beitragen“, auch wenn sein Anliegen bei der Mendener Unionsspitze derzeit nicht gut ankommt.

Foto: Corinna Schutzeichel

Menden.  Unternehmer Hermann-Josef Schulte bleibt hartnäckig: Er will eine Plattform schaffen, auf der sich mehrere Parteien auf eine Kandidatur einigen.

Der Mendener Unternehmer Hermann-Josef Schulte (HJS) will weiterhin für eine Bürgermeisterkandidatur kämpfen, die von mehreren Parteien getragen wird. Schulte bleibt bei dem Vorhaben, obwohl der Christdemokrat auf der jüngsten CDU-Mitgliederversammlung genau darüber mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Sebastian Schmidt und Fraktionschef Bernd Haldorn aneinandergeraten war (die WP berichtete). Bekanntlich will die Unionsspitze mit dem Ersten Beigeordneten Sebastian Arlt in Kürze die CDU-Kandidatur festzurren.

Arlts Antritt war zuvor auf einer Sitzung des Stadtverbandes von Vorsitzenden aller Parteigliederungen befürwortet worden. In derselben Sitzung hatte Bürgermeister Martin Wächter auch seinen Verzicht auf einen erneuten Wahl-Antritt erklärt. Das Verfahren war parteiintern im Nachhinein hinter vorgehaltener Hand als Überrumpelungstaktik kritisiert worden.

Einladung an Runden Tisch

Schulte plädiert dagegen weiterhin für einen Runden Tisch, an dem er neben Schmidt und Haldorn gerne auch die Partei- und Fraktionsspitzen von SPD, Grünen und FDP sehen würde. Nach der Vorstellung von Kandidatinnen und Kandidaten, die es sicherlich geben werde, könne der Initiativkreis Mendener Wirtschaft dann die Moderation der Findungsgespräche übernehmen. „Ich würde diese Plattform anbieten“, erklärte Schulte gegenüber der WP. Und es sei ein Missverständnis, wenn ihm dieser Vorschlag als Angriff auf Sebastian Arlt ausgelegt würde. „Herr Arlt ist zweifellos ein guter Kandidat, aber ich sehe ihn in einer Reihe von Mitbewerbern.“ Das sei kein Widerspruch.

In Hemer hätten sich die Fraktionen von CDU, SPD, FDP und GAH im Vorfeld auf den jungen Beigeordneten Christian Schweitzer geeinigt. Damit werde Schweitzer von vornherein gestärkt. Gerade vor dem Hintergrund eines sich eintrübenden Wirtschaftsklimas brauche auch Menden einen präsenten Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin als Integrationsfigur und Impulsgeber dringend. Die Stadt, bekräftigte Schulte, „hat ein Riesenpotenzial, das nur gehoben werden muss“. Das funktioniere aber nur im Konsens. Zurzeit sehe es dagegen so aus, als müsse ein CDU-Kandidat Arlt im September 2020 gegen mehrere Mitbewerber antreten.

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