Garten der Freundschaft

SPD in Menden legt Konzept für „Rathaus im Grünen“ vor

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Mirko Kruschinski mit seinem Auto.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Mirko Kruschinski mit seinem Auto.

Foto: Patrick Friedland / WP

Menden.  Die Mendener SPD macht Druck mit einem Konzept für die Fläche des heutigen Seniorentreffs. Die SPD bringt ein neues Argument ins Spiel.

Die SPD macht Druck bei der Neuentwicklung der Fläche vor dem Rathaus. Ortsvereins-Chef Mirko Kruschinski und Geschäftsführer Sebastian Meisterjahn legen ein Konzept mit dem Titel „Ein Rathaus im Grünen“ vor. Der Park soll an Stelle des heutigen Bürgersaal-Traktes und des Seniorentreffs entstehen. Das Konzept soll „Anregung und Ideengeber“ sein. Die Sozialdemokraten werben mit einer möglichen Förderung des Umbaus.

Die SPD-Ideen sehen vor allem viel Luft vor: „Wir haben die Idee, dass die Stadtverwaltung ins Freie dem Bürger entgegenkommt“, sagt Kruschinski. Ihm schwebt vor, dass sich das Rathaus zu der parkähnlichen Fläche, die bei einem Abriss des Traktes entstehen soll, öffnet. Herzstück des Konzeptes soll ein transparenter Pavillon sein, der gleichzeitig Bürgerbistro und Bürgerbüro sein soll. Für das Bistro müsste ein externer Betreiber gefunden werden. „Wir haben immer gesagt, dass wir unserer Mendener Gastronomie keine Konkurrenz machen wollen.“

Das ohnehin marode Zeltdach soll durch eine kleinere Variante ersetzt werden. Unter freiem Himmel sollen nach SPD-Vorstellung künftig auch Hochzeiten stattfinden können. Das Konzept sieht viel Grün vor. Eine Ecke zum Erholen soll das Grüne Lesezimmer aus Hecken und Bäumen sein. Im „Garten der Freundschaft“ sollen die Städtepartnerschaften erlebbar werden. „Zwischen französischer Boule-Bahn, englischen Rosen und griechischen Olivenbäumchen werden auf Schautafeln die Städtepartnerschaften sowie deren Geschichte und Entstehung erläutert“, heißt es in dem Konzept. Der Park soll viel mehr Grüne und Aufenthaltsqualität als der karge Marktplatz bieten.

Karneval müsste umziehen

„Uns ist klar, dass es auch Kritik geben wird“, sagt Meisterjahn. Dazu gehört unter anderem, dass die Parkplätze (wie bereits bei dem Bürgerhaus-Konzept) weitestgehend wegfallen. Auch für Veranstaltungen könnte es eng werden. „Menden à la Carte“ würde passen. Die Karnevalisten müssten mit dem Festzelt vor das Alte Rathaus umziehen.

Die SPD bringt ein möglicherweise gewichtiges Argument ins Spiel: Anders als von der Stadtverwaltung dargestellt, gebe es nicht nur für das Bürgerhaus-Konzept Fördermittel. „Unsere Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag hat geprüft, ob wir Fördermittel bekommen können“, sagt Kruschinski. „Es sieht gut aus, dass wir einen Topf mit Bundesmitteln nutzen können.“ Dafür brauche es jetzt aber natürlich ein ausgearbeitetes Konzept.

Wie groß die Chancen auf eine tatsächliche Umsetzung sind, wollen Kruschinski und Meisterjahn aktuell nicht vorhersagen. Die CDU hatte aber bereits den Stadtratsbeschluss mitgetragen, Kosten eines möglichen Abrisses und der Gestaltung des Parks zu untersuchen und Fördergelder zu ermitteln. Kruschinski hat das Konzept am Freitag im Rathaus abgegeben, damit die Ideen mit in die Untersuchung einfließen können. Er betont noch einmal, dass die Konzepte kein Angriff auf den Seniorentreff seien. Der Seniorentreff werde ein neues Zuhause bekommen, falls das Konzept so umgesetzt werde. Senioren hatten angekündigt, einen möglichen Abriss mit einem Bürgerbegehren bekämpfen zu wollen.

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