Streit eskaliert

Nachbarn nach Tötung mit Machete: „Sie war eine liebe Frau“

An der Theodor-Hürth-Straße in Menden: Ein Beamter sichert die Tatwaffe, offenbar eine Machete, in Packpapier.

An der Theodor-Hürth-Straße in Menden: Ein Beamter sichert die Tatwaffe, offenbar eine Machete, in Packpapier.

Foto: Arne Poll

Menden.   Nachbarn zeigen sich fassungslos: Ein 28-Jähriger hat in Menden seine Mutter mit einer Machete getötet. Der Täter hatte morgens um Hilfe gebeten.

Die Nachbarn stehen fassungslos im kleinen Garten vor Haus Nummer 29. Die Nachricht macht an der Theodor-Hürth-Straße am Nachmittag allmählich die Runde: Frau B. ist tot. Eine Nachbarin bricht in Tränen aus, als sie das erfährt. Mutmaßlich hat der 28-jährige Sohn die 54-Jährige am Montagmittag mit einer Machete niedergestreckt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Totschlags.

„Ich habe noch heute Morgen mit ihm gesprochen“, sagt eine junge Mutter, die ganz unten in dem Mehrfamilienhaus wohnt. Der mutmaßliche Täter habe um 8.30 Uhr nach dem Schlüssel für den Raum mit den Fahrräder gefragt. „Ich weiß nicht, was er da wollte. Er war ganz nett zu mir. Man hat überhaupt nichts gemerkt.“

Gegen 12.30 Uhr müssen sich in der Wohnung im zweiten Geschoss direkt unter dem Dach furchtbare Szenen abgespielt haben. Polizei und Staatsanwaltschaft sprechen von einem eskalierten Streit. „Ich habe überhaupt nichts gehört“, sagt die Nachbarin von unten, die es gar nicht fassen will. Auch die anderen Nachbarn im Haus haben erst davon erfahren, als die Polizei mit einem Großaufgebot zum Haus stürmte. Der mutmaßliche Täter hatte selbst die Polizei gerufen. Das bestätigt die Polizei aus.

Heftiger Streit vor einigen Wochen

Die direkte Wohnungsnachbarin schildert das Opfer als „ganz liebe Frau“. Die 54-Jährige soll mit einem Lebensgefährten zusammengewohnt haben, der nicht Vater des 28-Jährigen ist. Sie soll noch mehr Kinder gehabt haben, die aber nicht alle in Menden wohnen. Vor einigen Wochen sei mal ein heftiger Streit aus der Wohnung zu hören gewesen. „Das war aber alles. So etwas kommt doch mal vor“, sagt die Frau aus der Wohnung nebenan.

Wie kommt der Täter an eine Machete? In der Nachbarschaft machen Gerüchte von einer Drogensucht des Sohnes die Runde. Das wollen Polizei und Staatsanwaltschaft noch nicht bestätigen. Sie halten sich zunächst äußerst bedeckt und verweisen auf die laufenden Ermittlungen.

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