Technik

Holen zwei Mendener die Roboter-WM nach Dortmund?

Technik begeistert Markus Fleige (links) und Lukas Plümper (rechts): Sie wollen die Weltmeisterschaft der Roboterspiele nach Deutschland holen.

Technik begeistert Markus Fleige (links) und Lukas Plümper (rechts): Sie wollen die Weltmeisterschaft der Roboterspiele nach Deutschland holen.

Foto: Archiv/ Marc Friedrich

Menden.  Die Hindernisse auf dem Weg zur Roboter-WM sind überwunden. Für zwei Mendener ist die Technik hinter den Maschinen eine Herzensangelegenheit.

Das Finale der World Robot Olympiad im Jahr 2021 nach Deutschland bringen: Dieses Ziel haben sich Markus Fleige (30) und Lukas Plümper (27) gesetzt. Ihre eigene Begeisterung für Roboter, dank der sie auch den Verein „Technik Begeistert e.V.“ gründeten, spornt sie bei diesem Vorhaben maßgeblich an. Jetzt sind sie dem Ganzen noch einen Schritt näher: Der Großteil der Finanzierung ist nun sicher.

Der Aufwand, den Fleige und Plümper betreiben, ist immens. Finanzierung, Bewerbung und Konzeptvorstellung stehen auf dem Plan der beiden Techniker. Doch was treibt dieses Vorhaben an, woher die Motivation? Schon mit 16 Jahren entdeckten sie ihre Faszination für Roboter. „Wir kennen das selbst aus der Schulzeit. Damals, das war 2007, waren wir in der Roboter-AG ,attraktivundpreiswert’ am WBG“, erinnert sich Plümper.

Als die Beiden dafür zu alt waren, hätten sie dann den Verein „Technik Begeistert“ gegründet. Beide studierten dank ihrer Leidenschaft in informatischen Feldern. Mittlerweile ist die Vereinsarbeit zu einer Halbtagsstelle für die Erfinder geworden. „Unsere Kernmotivation ist es, die Begeisterung weiterzugeben. Begeisterung an Informatik, Programmierung und an der Mechanik“, erklärt Fleige. Auch die Teamarbeit sei eine wertvolle Erfahrung. „Bei der WRO kommen Kinder aus den USA, aus dem Iran und aus Afghanistan zusammen. Das ist beeindruckend und das gibt einem Hoffnung“, so Fleige.

Schon einiges von der Welt gesehen

Weil sie selbst als Ausrichter der deutschen Meisterschaften immer mit den Teams zu den Finals fliegen, waren auch sie selbst schon in den unterschiedlichsten Ländern und haben viel von der Welt gesehen. „Wir waren zum Beispiel schon in Malaysia, Indonesien, Thailand, Costa Rica und Russland. Da versuchen wir dann natürlich auch immer, etwas vom Land zu sehen“, erklärt Fleige. Nach Kanada und Ungarn in den kommenden zwei Jahren, soll die Meisterschaft – wenn’s nach den Beiden geht – nach Deutschland kommen. Dafür müssen die Zwei in Ungarn noch eine Präsentation halten – und mit dieser ihren noch verbliebenen Gegner Südkorea ausstechen.

Wenn sie das schaffen, heißt es 2021: WRO-Finale in Dortmund. Für Plümper und Fleige hieße das aber noch mehr: „Es gibt drei Kategorien. Für die sogenannte Open Category können wir dann das Thema festlegen. Da würden wir natürlich versuchen, etwas zu wählen, das zu Deutschland passt“, erläutert Fleige. Bei der Regular Category wären sie dazu am Bau der Parcours für die Roboter beteiligt. In der dritten Kategorie spielen die Roboter Fußball.

Herausforderung: Finanzierung

Schon im Dezember vergangenen Jahres arbeiteten die zwei Techniker mit Hochdruck an ihrem Vorhaben. „Wir mussten uns erstmal bei dem Verband bewerben“, berichtet Fleige. „Die größere Herausforderung ist es aber, die Finanzierung zu sichern.“ Zu Anfang lag das Ziel bei 1,2 Millionen Euro, mittlerweile ist es fast das Doppelte. Daran hätten sie mit ihrem Verein im vergangenen halben Jahr sehr stark gearbeitet: „Ein Großteil des Budgets haben wir schon zusammen. Es fehlen noch um die 150.000 Euro“, so Plümper.

„Wir brauchen einen Teil vom Geld für das Marketing, wir müssen Hotels finden und die Location mieten“, zählt Fleige nur einige Faktoren auf. Dazu käme auch die Nachhaltigkeit des Events. „Die haben wir auch finanziell eingeplant“, erklärt Fleige. „Wir wollen nämlich nicht einfach ein dreitägiges Event, sondern auch darauf aufmerksam machen und begeistern – wie bei einer Fußball-EM zum Beispiel. Roboter sind ja Dinge, die Sensoren haben. Also auch unsere Handys.“

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