Entscheidung am 12..12.r

Warum die CDU-Kandidatenkür in Menden Spannung verspricht

Bürgermeister Martin Wächter steht buchstäblich an der Seite des designierten CDU-Kandidaten Sebastian Arlt.

Bürgermeister Martin Wächter steht buchstäblich an der Seite des designierten CDU-Kandidaten Sebastian Arlt.

Foto: Thomas Hagemann

Menden.  Am 12. Dezember sollen die Christdemokraten ihren Bürgermeister-Kandidaten nominieren. Favorit ist Sebastian Arlt – für Spannung ist aber gesorgt.

Am 12. Dezember sollen die Mendener CDU-Mitglieder ihren Bürgermeister-Kandidaten oder ihre Kandidatin für die Wahl im September 2020 aufstellen. Die Versammlung wird mit großer Spannung erwartet – aus drei Gründen.

Zum einen wäre es für den Bürgermeisterkandidaten Sebastian Arlt die Feuertaufe als Wahlkampfredner. Vom parteilosen Bewerber wird in besonderer Weise erwartet, dass er die Christdemokraten mitnimmt und von sich überzeugt.

Noch offen ist, ob es Mitbewerber gibt, was sich immer auch erst in der Versammlung selbst erweisen kann. Bis jetzt liegt der CDU mit dem einstimmigen Vorschlag des Stadtverbandsvorstandes vom September, Sebastian Arlt zur Bürgermeisterkandidatur aufzufordern, nur ein offizieller Kandidatenvorschlag vor. Das erklären Fraktionschef Bernd Haldorn und der Stadtverbandsvorsitzende Sebastian Schmidt als Wahlkampfleitung. Aber sie sagen auch: „Es haben sich CDU-Mitglieder nach dem Verfahren erkundigt.“

Für besondere Spannung könnte drittens der Mendener Unternehmer Hermann-Josef Schulte sorgen. Er plädiert bekanntlich für ein anderes Auswahlverfahren, will mehrere Parteien hinter einer Kandidatur versammeln – und hat seine „aktive Teilnahme“ am 12. Dezember angekündigt. Offenbar will Schulte, einst sieben Jahre selbst Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Menden, seine Parteifreunde auch an diesem Abend noch von seinen Vorschlägen überzeugen.

Nein zum Schulte-Vorschlag

Mit der Bekanntgabe der Versammlung im „Haus Oberkampf“ haben Schmidt und Haldorn allerdings schon eine klare Stellungnahme zu Schultes Vorschlag verknüpft: „Wenn andere Parteien ebenfalls Kandidaten benennen sollten, begrüßen wir den demokratischen Wettbewerb, denn dieser schafft für die Bürger eine Auswahl für das höchste Amt in unserer Stadt. Den Vorschlag, alle Parteien sollten sich auf einen Kandidaten einigen, halten wir nicht für förderlich. Sonst würde die Bürgermeisterwahl zu einer Bestätigung des nur einen Parteienvorschlags werden. Eine wirkliche Wahl wäre dies dann nicht.“

Der CDU-Stadtverbandsvorstand wehrt sich zudem gegen den Vorwurf, der Kandidatenvorschlag Arlt sei „im Hinterzimmer ausgekungelt“ worden. Zum Vorstand zählten rund 40 gewählte Mitglieder: Vorsitzende der fünf Ortsunionen, der Jungen Union, Senioren Union und Mittelstandsvereinigung sowie Funktionsträger wie die Vize-Bürgermeister der CDU. Der Vorstand sehe es zudem als Pflicht an, „der Mitgliederversammlung Vorschläge auch in Personalfragen zu unterbreiten“. So hielten es andere Parteien auch.

Kandidatur als Angebot

Die CDU wolle den Mendenern mit der Kandidatur, die sich am 12. Dezember durchsetzt, „ein Angebot machen“. Der Kandidat werde dann mit Unterstützung der Union in der Bevölkerung und bei anderen Parteien um Unterstützung werben.

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