Gesellschaft

Abschluss nach tödlichem Verkehrsunfall in Meschede

Warum ein tödlicher Verkehrsunfall auf der A46 jetzt seinen Abschluss in Meschede fand. 

Warum ein tödlicher Verkehrsunfall auf der A46 jetzt seinen Abschluss in Meschede fand. 

Foto: Stefan Puchner / dpa

Meschede  Ein tödlicher Verkehrsunfall hat sich Anfang Januar auf der A46 ereignet. Warum der Fall jetzt seinen Abschluss in Meschede fand.

Zu einem ungewöhnlich großen Andrang ist es jetzt am Bestattungshaus am Ittmecker Weg gekommen. Dort standen laut der Beobachtung von Anwohnern 18 Pkw, deren Insassen alle ins Bestattungshaus wollten. Wegen der aktuellen Corona-Regeln ist das aber nicht möglich.

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Von Meschede aus wollten die Familienangehörigen den Leichnam eines jungen Mannes in seine Heimatstadt eskortieren. Damit nahm der tragische Unfalltod eines 24-Jährige aus Herne sein Ende in Meschede.

Der junge Mann war am 2. Januar Opfer eines Verkehrsunfalls geworden. Zwischen Hüsten und Neheim-Süd war der 24-jähriger Herner mit seinem Wagen aus ungeklärter Ursache ins Schleudern geraten, gegen die Mittelschutzplanke geprallt und dann in der Mitte der Fahrbahn zum Stehen gekommen. Als der 24-Jährige ausstieg, erfasste ihn nach Angaben der Autobahnpolizei der herannahende Pkw eines 25-Jährigen aus Wuppertal. Der 24-Jährige verstarb noch am Unfallort.

An dem Abend war die Autobahn wegen der vielen Winterberg-Rückkehrer deutlich voller als gewöhnlich.

Fußgänger laufen zu Unfallgeschehen am Autobahnkreuz Werl

Auch auf der Gegenfahrbahn spielten sich damals dramatische Szenen ab. Autos hielten bei einem zweiten Unfall, der sich einige Kilometer später kurz vor dem Autobahnkreuz Werl ereignet hatte. Damals beobachtet ein Feuerwehrmann, dass die Autofahrer einfach ausstiegen und quer über die Fahrbahn liefen. „Das war sehr gefährlich.“ Da die Menschen aber kaum Deutsch sprachen, habe er nicht verstanden, was sie wollten. Vermutet wurde, dass sie eigentlich den tödlichen Unfall bei Hüsten erreichen wollten. Eine große Zahl rumänischer Angehöriger eskortierte jetzt auch den Bestatter aus Hamm, der die inzwischen freigegeben Leiche in Meschede abgeholt hatte.

Hintergründe erklärt der Polizeipressesprecher

„Nach einem Autounfall wird der Verstorbene in der Regel nicht sofort freigegeben“, erläutert Sven Schönberg, Pressesprecher der zuständigen Polizei in Dortmund. Er vergleicht den Unfall mit einem „Tatort“. Der Leichnam werde auf Anweisung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und obduziert, um die Todesursache genau festzustellen. „Daran hängen ja möglicherweise weitere Ermittlungen.“ In der Regel geschehe eine solche Prosektur in einem Krankenhaus. Vertragsbestatter holten die freigegeben Leiche dann ab, bevor sie von dem beauftragten Unternehmen der Familie überführt werden könne.

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