Altes Team übernimmt Schlemmerstübchen in Meschede

Ana Marques (54) und ihre Tochter Selena Manuedda (27) übernehmen das Schlemmerstübchen in Meschede.   

Ana Marques (54) und ihre Tochter Selena Manuedda (27) übernehmen das Schlemmerstübchen in Meschede.  

Foto: Ilka Trudewind

Meschede.  „Alles wie früher“, so lautet das Motto der neuen Pächter des Schlemmerstübchens in Meschede. Ihre Gesichter dürften Stammgästen bekannt sein.

Betreiberwechsel nach nur acht Monaten: Ana Marques (54) und Selena Manuedda (27) übernehmen das Mahlzeit Meschede, ehemals Schlemmerstübchen, in Meschede. Mutter und Tochter arbeiteten bereits mit der vorherigen Besitzerin Andrea Schrade zusammen. Auch der Name „Schlemmerstübchen“ wird Mitte November zurückkehren. Die Schilder sind bereits bestellt.

„Wir machen alles wie früher“, sagt Ana Marques (54) und lacht. Krüstchen, Schnitzel-Angebote, Zigeunersoße, Burger mit gebratenen Zwiebeln – all die Gerichte, die bei den Stammkunden so beliebt waren, kommen zurück auf die Karte und werden nach den Rezepten ihrer ehemaligen Chefin Andrea Schrade zubereitet. Unser „alter Fuchs“, so nennen die beiden ihre ehemalige Chefin heute noch. Fuchs, weil sie über so einer Erfahrung verfügt, auf die Mutter und Tochter gern zurückgreifen. „Wir haben viel von ihr gelernt“, sagt Ana Marques. Unter anderem auch die vielen Geheimrezepte – wie für die Currysoße.

Geheime Currysoße

Erst gestern hat Ana Marques einen großen Topf davon gekocht. Die zierliche Portugiesin musste zum Umrühren auf eine kleine Leiter steigen. Ihre Tochter Selena postete ein Foto davon auf Instagram. So ergänzt sich das Gespann auch: Die Mutter kümmert sich hauptsächlich um die Küche und den Service und die Tochter um die Buchhaltung und „alles mit Computern“, wie es Ana Marques nennt. Aber natürlich auch um den Service. Derzeit hat der Imbiss täglich geöffnet.

Rückkehr der Stammkunden

Der vorherige Pächter Niklas Voigt hatte das Schlemmerstübchen Anfang des Jahres übernommen und umfangreich umgebaut. Die Inneneinrichtung ist nun grün und schieferfarben. Er hatte den Namen verändert und neue Speisen angeboten. Das, so die neuen Pächterinnen, sei bei den Stammkunden nicht angekommen. Manchmal, so gestehen die Frauen, hätten die Kunden gebeten „kannst du mir das wie früher machen?“. Streit, so betonen beide, habe es nicht gegeben. Ihr Vorgänger sei ein sehr freundlicher Chef gewesen, aber er habe sein Konzept in Meschede nicht etablieren können.

„Mama, ich bin dabei. Wir schaffen das.“

„Es ist mit der Zeit immer ruhiger geworden“, sagt Ana Marques. Deshalb habe sie auch gezögert, den Laden zu übernehmen. Auch ihr Mann habe Bedenken gehabt. Aber ihre Tochter, die zu dem Zeitpunkt bei H&M beschäftigt war, sagte: „Mama, ich bin dabei. Wir schaffen das.“ Die Übernahme habe sich schon rumgesprochen. „Und wir haben nur positives Feedback bekommen“, sagt Selena Manuedda. Nun hoffen beide auf die Rückkehr der Stammkunden und dass sie wieder häufig: „Wie immer?“, fragen können.

Zur Historie des Schlemmerstübchens

  • Das Schlemmerstübchen stand erst vor dem Ufer-Palast, wo heute das Pressehaus steht. Dann zog der Imbiss an die Stelle um, wo heute das Modegeschäft „Stilecht“ ist; später dann an den heutigen Standort am Ruhrplatz.
  • Andrea Schrade übernahm den Imbiss von ihrem Onkel Klaus Bernecker und führte den Laden 20 Jahre lang.
  • Im Januar übernahm Niklas Voigt das Schlemmerstübchen und benannte den Imbiss in „Mahlzeit Meschede“ um.
  • Das Schlemmerstübchen hat täglich geöffnet. Die Telefonnummer ist geblieben: 0291 59716

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