Freizeitwelt Sauerland

„Beim Klettern muss man sich aufeinander verlassen können“

Kinderklettern in der Kletterhalle Sauerland in Schmallenberg.

Kinderklettern in der Kletterhalle Sauerland in Schmallenberg.

Foto: Laura Handke / WP

Schmallenberg.  Mehr als 100 Kinder nehmen an Trainings der Kletterhalle Sauerland teil: Eine Klettertrainerin erzählt, warum der Sport für Kinder wichtig ist.

Klettertrainerin Sonja Langefeld steht unten am Boden und sichert mit einem Seil den 11-jährigen Nick Humpert. Er hängt über ihr an der Slackline. Krafttraining steht heute zum Aufwärmen auf dem Programm, bevor es in der Kletterhalle Sauerland an die Wand geht.

Die Jugendlichen trainieren in den Kletterstunden Beweglichkeit, Rumpfstabilität, Körpergefühl, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein, sagt Sonja Langefeld. Mehr als 100 Kinder im Alter von sechs bis 18 nehmen mittlerweile an den Kursen in Schmallenberg teil. Einige von ihnen betreut Sonja Langefeld - sie ist bereits seit der Eröffnung der Halle vor fünf Jahren im Team mit dabei, seit längerer Zeit auch als Klettertrainerin.

Ein eingeschworenes Kletter-Team

Genau wie der 13-jährige Jonas Lübke. „Ich habe schon am allerersten Kinderkletterkurs teilgenommen“, berichtet er stolz, während er sich die Gurte anlegt, in die Kletterschuhe steigt und die Handschuhe anzieht. Dann geht es für die fünf Jungs an die Wand. Die fünf Jungs, das sind Anton Lutter, Konrad Kalski,

Jonas Lübke, Nick Humpert und Olaf Hermes.

Sie sind mittlerweile ein eingeschworenes und ein eingespieltes Team, kommen jeden Donnerstagnachmittag zur Kletterstunde, zwei weitere Teilnehmer sind an diesem Donnerstag krank.

„Man lernt hier auch, sich aufeinander zu verlassen“, erklärt Sonja Langefeld. „Das muss man auch, man sichert sich schließlich gegenseitig an der Wand“, witzelt sie und lacht. Und das können sie auch.

Zahlreiche verschiedene Routen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gibt es in der Kletterhalle. „Alle zwei bis drei Wochen werden neue angelegt, damit es für die Besucher nicht langweilig wird“, erklärt Thorsten Thimm, einer der beiden Geschäftsführer.

Angebote für junge Leute wichtig

Ihnen ist das Angebot für die jungen Schmallenberger besonders wichtig.

„Klettern wird olympisch und immer beliebter. Das hat gute Gründe, man lernt viel über sich selbst und den Umgang mit anderen und betätigt sich gleichzeitig sportlich“, so Thimm.

Auch Kletterabzeichen oder Kletter-Camps in den Ferien werden in Schmallenberg neben den regulären Kursen angeboten – von Montag bis Samstag finden insgesamt 15 Gruppen für Kinder und Jugendliche statt.

Je nach Trainingsgruppe sind die Kursteilnehmer dabei zwischen sechs und 18 Jahre alt. „Wir haben hier gemischte Gruppen, die nach Alter oder auch nach Können zusammen trainieren“, erklärt der Geschäftsführer. Eltern und Kinder können in der Halle auch gemeinsam üben oder einfach spontan zum

Schnupperklettern vorbeikommen.

„Wir haben auch Tagesausflüge oder Kletterkurse für Schulklassen im Programm“, so Thimm.

Über ihm klettert gerade Konrad Kalski. Er hängt ungefähr auf mittlerer Höhe an der Slackline. Er kann sich nicht mehr halten.

Aber er ist gesichert. Alles kein Problem und Übungssache, sagt die Klettertrainerin.

Nach 90 Minuten ist die Stunde rum - und die fünf Kletterfans sind ausgepowert. In einer Woche steht dann wieder ein anderes Programm für die fünf Jungs auf der Tagesordnung.

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