Verkehrsunfall

Bus aus Meschede kollidiert mit schwerer Elchkuh in Norwegen

Hier läuft der Elch über die Straße - aufgenommen von der Kamera im Bus.      

Hier läuft der Elch über die Straße - aufgenommen von der Kamera im Bus.      

Foto: Privat

Meschede.  Ein Bus des Reiseunternehmens Knipschild aus Meschede ist in Norwegen mit einer schweren Elchkuh kollidiert. Die Bus-Kamera nahm den Unfall auf.

Beim Zusammenstoß mit einem Elch in Norwegen ist ein Kleinbus des Busunternehmens Knipschild aus Meschede stark beschädigt worden - Reisegäste und Fahrer blieben unverletzt. Vom Unfall mit dem Tier gibt es sogar ein Video.

Auf Elchtour im Dovrefjell

Zehn Tage war Fahrer Burkhard Grigo mit 13 Naturrangern aus dem Hochsauerlandkreis in Norwegen unterwegs im Dovrefjell-Nationalpark, 100 Kilometer südlich von Trondheim, auf Elchtour. „Das war tatsächlich unser Ziel“, erzählt Bettina Kreutzmann, Vorsitzende der Naturranger, „unter anderem wollten wir auf einer eigens gebuchten Tour Elche beobachten.“ Da allerdings erstmal ohne Glück. „Das war schon frustrierend“, sagt Kreutzmann. Die Gruppe fuhr zwar mehrere Stunden durchs Fjell, einen Elch sah sie jedoch nicht. „Morgens um zwei Uhr haben wir dann einen Schatten gesehen - das könnte ein Elch gewesen sein...“

Zusammenstoß mit Elch in Norwegen

Später hatte die Gruppe mehr Glück. Auf der Rückfahrt von der alten Bergarbeiterstadt Røros zum Camping in Oppdal stand doch noch einen Elch am Straßenrand, den die Gruppe ausgiebig beobachten und fotografieren konnte.

Fahrbahn gekreuzt

Und dann auf der Rückfahrt zum Hafen nach Oslo morgens um sieben Uhr: Da läuft plötzlich eine Elchkuh aus dem Gebüsch und kreuzt die Fahrbahn. Erst sieht es so aus, als wenn es das Tier schaffen könnte, doch dann erfasst der Bus es doch noch an den Hinterläufen. Die Elchkuh war sofort tot. Die Sauerländer kommen mit einem Schreck davon. „Der Fahrer hat die norwegische Polizei informiert und den Kilometer-Standort fotografiert“, berichtet Marcus Knipschild. „Aber für die Beamten dort ist das Tagesgeschäft.“

Der Bus war zwar vorne deutlich demoliert, durfte aber weiterfahren. Bis ins Sauerland hat er es noch geschafft. Doch in Ostwig versagte dann offenbar die Technik. „Die letzten Kilometer hat der Fahrer auf Notlauf geschaltet, weil es wohl zu viele Fehlermeldungen gab.“ Mit 40 km/h hat Burkhard Grigo den Kleinbus noch auf den Betriebshof in Meschede gefahren. Eine Reparatur lohnt sich wirtschaftlich laut Marcus Knipschild wahrscheinlich nicht mehr.

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