Polizei

Ermittlungen nach Katapult-Unfall auf der A46 nahe Meschede

Während der Sperrung der Autobahn kam es zwischenzeitlich zu langen Staus.

Während der Sperrung der Autobahn kam es zwischenzeitlich zu langen Staus.

Foto: Jürgen Kortmann

Wennemen.   Weitere Details zum spektakulären Verkehrsunfall auf der A46: Der Wagen war mit einem Motor „im mittleren dreistelligen PS-Bereich“ ausgestattet.

Nach einem spektakulären Verkehrsunfall auf der Autobahn zwischen Wennemen und Enste hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Sie prüft routinemäßig nach solchen Fällen, ob eine Straftat vorliegt - beispielsweise eine fahrlässige Körperverletzung oder eine Sachbeschädigung. Die Insassen des Wagens sollen demnächst befragt werden.

Das „hochmotorisiertes Auto“ - so die Polizei - war am Samstag gegen 22 Uhr von der Fahrbahn abgekommen. Aus bislang ungeklärter Ursache war das Heck des Wagens ausgebrochen und das Fahrzeug ins Schleudern geraten. Es kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr die dortige Leitplanke, die wie eine Rampe wirkte, und wurde dann 40 Meter weit über einen Wildzaun in ein Feld katapultiert.

Extreme Beschleunigungen möglich

Die beiden Insassen, ein 26-jähriger Fahrer und eine 18-jährige Beifahrerin, kamen dennoch mit leichten Verletzungen davon. Sie kamen zur Beobachtung ins Krankenhaus. Weil zunächst unklar war, wie viele Menschen verunglückt waren, wurde das Umfeld der Unfallstelle von der Feuerwehr mit der Wärmebildkamera und Scheinwerfern abgesucht.

Inzwischen sind weitere Details zum Unfallwagen bekannt geworden: Der Wagen war mit einem Motor „im mittleren dreistelligen PS-Bereich“ ausgestattet, bestätigte die Pressestelle der Polizei in Dortmund auf Anfrage. Damit sind extreme Beschleunigungen möglich. Zum Vergleich: Der aktuelle Ferrari-Rennwagen von Formel-Eins-Profifahrer Sebastian Vettel hat etwa 800 PS...

Ein deutscher Durchschnittswagen hat nach Statistiken bei der Neuzulassung heutzutage zwischen 150 und 170 PS unter der Motorhaube. Auf etwa 61.000 Euro hatte die Polizei den Schaden an dem Fahrzeug beziffert - was nichts anderes bedeutet als Totalschaden. An der Unfallstelle war ein großes Trümmerfeld zurückgeblieben. Dadurch wurde auch ein weiteres Fahrzeug beschädigt.

Stolz im Internet präsentiert

Aufgrund der Dunkelheit am Samstagabend konnte der BMW des 26-jährigen Fahrers erst am nächsten Tag aus dem Grünstreifen geborgen werden. Nach Informationen dieser Zeitung präsentierte der Mescheder seinen weißen Flitzer bislang stolz auf Facebook - einer der Kommentare seiner Freunde darunter: „Das ist eine Bombe...“

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