Verkehr

Fahrgäste im Hochsauerlandkreis müssen mehr fürs Taxi zahlen

Zuletzt hatte es 2015 eine Erhöhung der Gebühren fürs Taxifahren gegeben. Jetzt genehmigte der Kreis eine erneute Anhebung.

Zuletzt hatte es 2015 eine Erhöhung der Gebühren fürs Taxifahren gegeben. Jetzt genehmigte der Kreis eine erneute Anhebung.

Foto: Franziska Kraufmann

Meschede.  Das Taxifahren wird rund um Meschede teurer. Damit liegt der HSK im Vergleich der Kreise ganz oben. Die Unternehmen geben viele Kosten weiter.

Taxifahren wird im Hochsauerlandkreis ab dem 1. September teurer. Das hat der zuständige Kreisausschuss für Wirtschaft, Struktur und Tourismus in Meschede einstimmig beschlossen.

Höherer Grundpreis

Damit steigt der Grundpreis für eine Taxe in der Zeit von 6 bis 22 Uhr von 3,20 Euro auf 3,50 Euro, von 22 bis 6 Uhr kostet es 4 Euro (statt 3,70 Euro). Das Großraumtaxi mit vier und mehr Plätzen steigt von 5,20 bzw. 5,70 auf 6 Euro, der Behindertentransport bleibt bei 13,80 Euro.

Höhere Kilometergebühren

Bei den Kilometergebühren blieb der Ausschuss mit einer Anhebung von 5 Prozent unter dem Antrag von 10 Prozent, den der Verband des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs im Auftrag seiner Mitglieder im HSK gestellt hatte. Damit soll nach Meinung des Ausschusses ein attraktives Taxiangebot gewährleistet bleiben.

Diese neue Pauschale liegt tagsüber bei 2,10 Euro (statt 2 Euro) und bei 2,20 Euro nachts (statt 2,10 Euro). Für das Großraumtaxi wird die Kilometergebühr tagsüber von 2,25 auf 2,35 und nachts von 2,35 auf 2,45 Euro angehoben. Beim Behindertentransport steigt die Gebühr von 2,05 auf 2,15 Euro. Die Gebühr für Wartezeiten bleibt bei 33 Euro je Stunde. Das Kerngeschäft von Taxen machen inzwischen Krankenfahrten aus.

Mindestlohn gestiegen

Die letzte Erhöhung der Preise und Gebühren hatte es 2015 gegeben. Mit der Grundgebühr werden die Fixkosten eines Unternehmens abgedeckt. Die erforderliche Anhebung wird vor allem mit den um 10 Prozent gestiegenen Lohnkosten begründet: Der Mindestlohn ist erhöht worden und wird 2020 weiter steigen. Laut Kreisverwaltung ist das nachvollziehbar: Angemessene Löhne führten dazu, qualifiziertes Personal zu gewinnen, angemessene Tarife wiederum würden zur Qualitätssicherung in den Gewerbe beitragen. Laut Verband sei das Taxigewerbe „zwingend“ auf eine Vielzahl geringfügig Beschäftigter angewiesen, um vor allem in der Nacht die Betriebspflicht sicherzustellen.

Höheres Risiko

Hinzu kommen spezielle Verteuerungen. So kostet zum Beispiel die Eichgebühr für ein Taxameter inzwischen 76,80 statt 58 Euro. Die Kosten für ein Taxameter sind von 385 auf 600 Euro gestiegen, weil zusätzliche Auslese- und Speichereinheiten integriert wurden. Die Kosten für die Versicherungen, die wegen des höheren Risikos für Taxiunternehmer teurer sind als für Privatfahrer, haben sich ebenfalls erhöht.

HSK ist am teuersten

Nach der Erhöhung liegen die Preise im Hochsauerlandkreis im Vergleich mit den umliegenden Regionen an der Spitze, in Siegen-Wittgenstein beispielsweise liegt der Grundpreis bei 2,80 Euro tagsüber und 3,70 Euro nachts. Wegen der unterschiedlichen Tarife hat es einen Austausch zwischen den Kreisen Soest, Recklinghausen, Siegen-Wittgenstein, Olpe, Coesfeld, Borken, dem Märkischen, dem Oberbergischen und dem Hochsauerlandkreis gegeben.

Für alle war es nicht nachvollziehbar, warum es bei gleichen Kostenstrukturen und Rahmenbedingungen teilweise erhebliche Tarifunterschiede gebe. Ziel soll jetzt sein, sich in den Tarifen nach und nach anzunähern. Langfristig soll eine Tarifvergleichbarkeit bzw. ein einheitlicher Tarif zumindest in den angrenzenden Kreisen erreicht werden.

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