Projekt

Fleckenberger Schüler spenden Tornister für Kinder in Afrika

Das Foto zeigt Kinder in Malawi mit gespendeten Schulranzen im Jahr 2018 – jetzt sind auch die von den Fleckenberger Schulkindern im Jahr 2019  gespendeten Schulranzen auf den Weg nach Afrika   

Das Foto zeigt Kinder in Malawi mit gespendeten Schulranzen im Jahr 2018 – jetzt sind auch die von den Fleckenberger Schulkindern im Jahr 2019  gespendeten Schulranzen auf den Weg nach Afrika  

Foto: Mary’s Meals

Fleckenberg/HSK.  Die gespendeten Tornister aus Fleckenberg sind auf dem Weg nach Malawi. Die Schmallenberger Schule will sich weiter am Projekt beteiligen.

Als Marion Richart-Willmes, Schulleiterin der Grundschule Fleckenberg, von dem Rucksackprojekt der Hilfsorganisation „Mary’s Meals“ im Sauerland erfährt, ist sie begeistert. Sie schreibt die Eltern der Grundschüler an - und nur wenige Wochen später fährt sie mit einem Kofferraum voller Tornister zur Sammelstelle an der Löwenapotheke in Schmallenberg. „Mit der Rucksack-Spende können wir Kindern in Afrika helfen und ihnen einen Schulbesuch ermöglichen. Das fand nicht nur ich klasse, sondern auch neun Eltern der Grundschüler. Ihre Tornister sind bereits auf dem Weg nach Afrika“, sagt die Schulleiterin. Denn: Die gespendeten Schulranzen werden dort September/Oktober im Land verteilt.

Bedingungen für Schulbesuch schaffen

Die Aktion wird von der Organisations „Marys Meals“ aus dem Sauerland organisiert. Nur durch regelmäßigen Schulbesuch öffne sich für die Kinder eine bessere Zukunft, schließlich sei Bildung der Schlüssel, um der Spirale von Armut und Elend zu entkommen. Organisierte Schulmahlzeiten entlasteten die armen Familien. Primär gehe es Marys Meals darum, den Hunger der Kinder zu stillen (aktuell über 1,3 Millionen Essen pro Tag), schreibt die Hilfsorganisation dazu.

Sekundär gehe es darum, die Vorbedingungen für einen Schulbesuch zu schaffen: „Und ohne Papier und Stift lernt ein Kind nicht schreiben!“, so die Organisation weiter. Doch selbst grundlegendste Lernmaterialien, wie Stifte oder Hefte, seien in vielen Fällen nicht vorhanden.

Rucksackprojekt wächst weiter

Aus dieser Situation heraus entstand das „Rucksackprojekt“, bei dem (gebrauchte) Rucksäcke neben einem Mäppchen mit Stiften etc. auch Hygieneartikel (Seife-Zahnbürste-Zahnpasta) sowie einem Handtuch, einen Ball, Schulhefte und ein Kleid bzw. Hose und T-Shirt und Sandalen oder Schlappen enthalten.

Im Lieferumfang enthalten: ein Löffel, mit dem die Kinder mittags in der Schule eine warme Mahlzeit löffeln können. Alle Rucksäcke werden zentral von Deutschland aus nach Malawi transportiert. Im Jahr 2016 konnten bundesweit 10.000 Rucksäcke gesammelt und in 4 Containern verschickt werden.

Kontinuierlich dabei bleiben

„Die Tornister werden von mir nach der Vorgabe befüllt, so dass die Sendung komplett beim Zoll in Afrika „durchgewunken“ wird und keine Einfuhrsteuern erhoben werden“, sagt Carola Schmidt von der Hilfsorganisation.

Die Fleckenberger Grundschule hatte sich in diesem Jahr zum ersten Mal am Projekt beteiligt, will aber auch in Zukunft dabei bleiben: „Das ist eine Sache, die wir einfach gerne unterstützen. Wir werden auf jeden Fall versuchen, kontinuierlich dabei zu bleiben“, so die Schulleiterin.

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