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Getarnt: Erlkönig nebenan auf der Abbiegespur entdeckt

An der Steinstraße bei roter Ampel entdeckt: Ein Erlkönig mit seinem typischen Tarnmuster, das den Betrachter verwirren soll.

An der Steinstraße bei roter Ampel entdeckt: Ein Erlkönig mit seinem typischen Tarnmuster, das den Betrachter verwirren soll.

Foto: Brigitta Bongard

Meschede.   Auch ein Erlkönig muss nun mal bei Rot halten: Deshalb konnte in Meschede das Testmodell eines Fahrzeugs fotografiert werden.

Erwischt! An der Kreuzung Steinstraße/Wieme in Meschede musste auch ein so genannter „Erlkönig“ an der Ampel warten. Erlkönige – so heißen die Testmodelle von neuen Fahrzeugen der Autohersteller.

Pate für die Bezeichnung liefert das gleichnamige Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe: „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?“ „Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?“ Der Begriff hat sich für einen Prototyp eingebürgert.

Schwer zu hütendes Geheimnis

Das Geheimnis um ein neues oder anderes Fahrzeug ist schwer zu hüten. Nur auf ihrem jeweiligen abgeschirmten Testgelände gelingt einem Autohersteller das. Aber neue Modelle müssen auch im öffentlichen Straßenverkehr erprobt werden. Und damit wächst die Gefahr, von einem Erlkönig-Jäger abgelichtet zu werden.

Zwei Strategien gibt es wiederum seitens der Hersteller, um das zu erschweren: Zum einen werden Hartschalen angebaut, die ein Auto unkenntlich machen sollen. Zum anderen, wie hier in Meschede, wird mit Spezialfolien gearbeitet. Dabei kommen Tarnmuster in schwarz-weiß auf der Oberfläche zum Einsatz - sie lenken das Auge ab. BMW zum Beispiel geht ganz offensiv damit um.

Die irreführenden Muster sollen in der Wahrnehmung des Betrachters die horizontalen und vertikalen Linien zerstören.

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