Fischerei

Gewässer in Schmallenberg und Bestwig stehen zur Verpachtung

In den letzten Jahren wurden viele Fischtreppen im Hochsauerlandkreis gebaut - wie zum Beispiel auf diesem Foto zu sehen an der Ruhr zwischen Meschede und Heinrichsthal.

In den letzten Jahren wurden viele Fischtreppen im Hochsauerlandkreis gebaut - wie zum Beispiel auf diesem Foto zu sehen an der Ruhr zwischen Meschede und Heinrichsthal.

Foto: Hans Blossey

Schmallenberg/Bestwig.  Die Fischereigenossenschaft verwaltet 23 Fischereibezirke. Jetzt stehen Gewässer in Bestwig und Schmallenberg zur Verpachtung. Eine Übersicht.

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Nicht nur die Ruhr, sondern auch zahlreiche Bäche durchziehen die Täler des Sauerlands. Dankumfangreicher Renaturierungsmaßnahmen der Kommunen, des Hochsauerlandkreises und der Bezirksregierung sind fast alle Gewässer „barrierefrei“. In den letzten Jahren wurden alte Wehre beseitigt und Fischtreppen dort gebaut, wo immer noch durch Wasserkraft „grüner Strom“ gewonnen wird. An vielen Stellen mäandern die Bäche wieder und dienen den heimischen Fischarten als Laichgewässer. Der hierdurch entstehende Fischreichtum freut den Spaziergänger – und den Fischereiberechtigten.

Gewässer verwalten

Denn nicht jeder darf seine Angel in die Bäche und Flüsse halten, sondern Fischereiberechtigte sind seit den 1970er-Jahren die Fischereigenossenschaften, die für die Eigentümer – Uferanlieger bzw. die Inhaber sog. selbstständiger Fischereirechte – die Gewässer verwalten.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Bestwig und teilweise der Stadt Schmallenberg ist es die „Fischereigenossenschaft Ruhr-Valme-Elpe“, die zu einem gemeinschaftlichen Fischereibezirk zusammengeschlossen ist, schreibt die Stadt dazu. Möchte jemand in einem der Gewässer angeln, so kann er dieses tun, in dem er einen der 23 Fischereibezirke für die Dauer von 12 Jahren pachtet. „Die Stadt Schmallenberg unterstütz ausdrücklich die Fischereigenossenschaften, da diese eine wertvollen Beitrag zur Umwelt und zur Erhaltung unserer Gewässer leisten“.

Verschiedene Gewässer zu verpachten

Der Zuschnitt dieser Fischereibezirke ist gänzlich unterschiedlich – während man die drei Gewässerabschnitte in der Ruhr und auch die Obergräben der Wasserkraftanlagen als wirkliche „Angelgewässer“ bezeichnen kann, so sind gerade die kleineren Bäche insbesondere in den quellnahen Lagen für denjenigen interessant, der dort mit der Angel über der Schulter spazieren gehen möchte. Wie die Stadt nun mitteilte stehen mehrere Gewässerabschnitte zur Verpachtung an.

„Hierzu zählen die Ruhr beginnend ab Einmündung Valme bis Katastergrenze Ostwig/Nuttlar einschließlich Ober- und Untergraben RWE Alfert, die Valme im Bereich Bödefeld sowie an der Einmündung in die Ruhr und die Elpe in Ostwig und Gevelinghausen.“ Auch kleinere Bäche wie Schlehbornbach, Schormecke sowie die Brabecke stehen zur Neuverpachtung offen. Folgende zu verpachtende Gewässer gibt es aktuell (Pachtdauer 12 Jahre):

Ruhr Nr. 12 Ruhr – Ruhr; beginnend ab Einmündung Valme bis Katastergrenze Ostwig/Nuttlar einschließlich Ober- und Untergraben RWE Alfert .

Valme Nr. 01 Bödefeld Freiheit I – Valme; ab der Straßenkreuzung Lanfert bis zu den Quellen einschließlich der nicht verpachteten Nebengewässer; Nr. 02 Bödefeld Freiheit II – Valme im Bezirk Bödefeld-Freiheit II: von der Katastergrenze Bödefeld-Land / Bödefeld-Freiheit bis zur Straßenkreuzung Lanfert einschließlich der nicht verpachteten Nebengewässer; Nr. 03 Bödefeld Freiheit III – Valme ab Katastergrenze Ramsbeck/Bödefeld aufwärts bis zur Straßenkreuzung Lanfert einschließlich der nicht verpachteten Nebengewässer;
Nr. 11 Valme-Velmede – Valme
ab Ruhreinmündung bis zur Katastergrenze Velmede/Heringhausen, einschließlich der nicht verpachteten Nebengewässer Elpe
Nr. 09 „Elpe-Ostwig“ – Elpe
ab Ruhreinmündung innerhalb der Gemarkung Ostwig bis zur Gemarkungsgrenze Gevelinghausen
Nr.10 „Elpe-Gevelinghausen“ – Elpe von Gemarkungsgrenze Ostwig/Gevelinghausen bis zur ehem. Kreisgrenze Brilon einschl. Zuflüsse Hormecke, Bremecke und NebensiepenSonstige
Nr.16 Nuttlar I, Schlehbornbach – Schlehbornbach, Eitmeckebach, Schlötenbach, Tuitmeckebach einschließlich der nicht verpachteten Nebengewässer einschl. Ober- und Untergraben Mühlenbach
Nr. 17 Nuttlar II, Schormecke – Schormeckebach einschließlich der nicht verpachteten Nebengewässer
Nr. 19 Ramsbeck II (Brabecke) – Brabecke: von der Katastergrenze Ramsbeck/Brabecke bis zur Einmündung in die Valme in Ramsbeck/Werdern einschließlich der nicht verpachteten Nebengewässer.

Interessenten können sich an die Fischereigenossenschaft „Ruhr-Valme-Elpe“ wenden unter 0173-5717333 oder per E-Mail an ostwig@lueninck.de.

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