Finanzen

Haushalt: Wo die Gemeinde Bestwig 2020 investieren will

Die Gemeinde Bestwig wird in den kommenden Jahren massiv in ihre Feuerwehr investieren müssen. Es geht um Millionen.

Die Gemeinde Bestwig wird in den kommenden Jahren massiv in ihre Feuerwehr investieren müssen. Es geht um Millionen.

Foto: Michael Kleinrensing

Bestwig.  Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus hat mit dem Haushalt auch die Investitionen für 2020 vorgestellt. 5,1 Millionen Euro werden fließen.

Zwei Tage nach der historischen Eröffnung der neuen Autobahn ist die Gemeinde Bestwig wieder auf dem Boden der Tatsachen und mitten im Alltag angekommen: Bürgermeister Ralf Péus hat den Haushalt für das kommende Jahr vorgestellt.

In seiner Haushaltsrede ist Bürgermeister Ralf Péus unter anderem auf die Investitionen für das kommende Jahr eingegangen. Insgesamt 5,1 Millionen sollen investiert werden.

Digitale Schulen

Im Schulbereich soll verstärkt das Thema „Digitalisierung“ angegangen werden - unter anderem durch die Schaffung der Infrastruktur für die Digitalisierung sowie die Anschaffung interaktiver Tafeln für alle drei Grundschulen.

Renaturierung

„Das Thema Renaturierung von Gewässern wird ebenso konsequent weiterverfolgt, wie schon seit vielen Jahren“, kündigte Péus an. Er könne nur empfehlen, sich anzusehen, was in Ramsbeck in den vergangenen Monaten in und entlang der Valme entstanden ist. Er sprach von einem deutlichen Mehrwert für den Ort und verwies auf die 90-prozentige Landesförderung. Für 2020 wurde neben einem Anteil der Planungskosten für den Schlehbornbach in Nuttlar auch ein Ansatz für eine weitere Renaturierungsmaßnahme an der Ruhr „Hennenohl II“ gebildet.

Feuerwehr

Die Investitionen für die Feuerwehr sind für 2020 in einer geringeren Höhe angesetzt als in den Vorjahren. Es seien keine Fahrzeugbeschaffungen und keine größeren Maßnahmen an den Feuerwehrgerätehäusern geplant. Das aber werde sich in den nächsten Jahren ändern. „Und zwar in einer Größenordnung, die uns vor große Herausforderungen stellen wir“, prophezeite Péus. In den vergangenen Wochen hatten die Ratsmitglieder sich selbst ein Bild von den sechs Feuerwehrgerätehäusern gemacht - und dabei erkennen müssen, dass die Höhe der Fahrzeughallen für die neue Generation der in den nächsten Jahren zu beschaffenden Feuerwehrfahrzeuge nicht mehr ausreichen wird.

„Hier reden wir über die nächsten Jahre von Millioneninvestitionen“, sagte Péus - mit dem Verweis auf die jährliche Feuerschutzpauschale in Höhe von lediglich 45.600 Euro, die der Gemeinde jährlich zur Verfügung steht. „Hier dürfte es durchaus angezeigt sein, dass sich das Land schnell Gedanken über ein spezielles Förderprogramm für Umbau bzw. Neubau von Feuerwehrhäusern macht, zumal nahezu alle Kommunen vor den gleichen Problemen und Herausforderungen stehen“, so Péus

Dorfgemeinschaftshäuser

Für den Umbau der „Alten Schule“ in Nuttlar zur multifunktionalen Nutzung durch die örtlichen Vereine sind im Haushalt 2020 insgesamt 430.000 Euro vorgesehen. Erwartet wird eine Landesförderung in Höhe von 65 Prozent. Ein Jahr später soll sich, ebenfalls mit 65 Prozent Landesförderung, der Umbau der ehemaligen Schwimmhalle Ramsbeck zu einem Multifunktionsraum für Vereine und Grundschule anschließen. 2020 soll bereits mit der Renovierung der Nebenräume der Turnhalle begonnen werden.

Leader-Projekte

Aus dem Leader-Programm stehen der Gemeinde Bestwig noch Mittel von rund 400.000 Euro zur Verfügung. In diesem Zusammenhang rief Péus die Ratsmitglieder noch einmal auf, sich Gedanken über mögliche Projekte zu machen. Zur Attraktivitätssteigerung der Gemeinde, so Peús, würden sicherlich die bereits beschlossenen und 2020 umzusetzenden Maßnahmen „Outdoor Fitnesspark Sportanlage Bestwig“ und „Aussichtsplattform Wasserfall Plästerlegge“ beitragen.

  • Zwar nicht haushaltswirksam, aber von großer Bedeutung für die Entwicklung der Gemeinde wird laut Péus 2020 der Abschluss der Bauleitplanung „Neue Märkte Borghausen“ mit dem Neubau eines Aldi- und eines REWE-Marktes sein.
  • Péus geh davon aus, dass die Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Aufstellung des Bebauungsplanes in der ersten Jahreshälfte 2020 rechtskräftig abgeschlossen sein werden, so dass zügig mit dem Bau begonnen werden kann.
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