Polizei

Heimliche Fotos: Männer sorgen für Beunruhigung in Eslohe

Der Bereich des Busbahnhofs in Eslohe. Hier - und im Bereich der Schulen - sollen zwei Männer ungefragt Mädchen fotografiert haben. Das Verhalten sorgt für Verunsicherung.

Der Bereich des Busbahnhofs in Eslohe. Hier - und im Bereich der Schulen - sollen zwei Männer ungefragt Mädchen fotografiert haben. Das Verhalten sorgt für Verunsicherung.

Foto: Hans Blossey

Eslohe.   In Eslohe sorgen zwei Männer für Verunsicherung. Sie sollen heimlich Mädchen fotografieren. Eine Mutter hat sich an die Polizei gewendet.

Das Verhalten zweier Männer sorgt für Beunruhigung in Eslohe. Ihnen wird vorgeworfen, im Bereich der Schule und des Busbahnhofs, heimlich Mädchen zu fotografieren. Was mit den Fotos geschieht, ist völlig offen.

Eine Mutter hatte sich mit diesem Hinweis und einer Beschreibung der Männer am Donnerstagabend über Facebook an die Öffentlichkeit gewandt. Der Beitrag ist inzwischen rund 150 mal geteilt worden. Parallel hatte die Frau den Vorfall nach eigenen Angaben auch bei der Polizei gemeldet.

Private Öffentlichkeitsfahndung

Grundsätzlich, so sagt Polizei-Sprecher Holger Glaremin, sei das Fotografieren fremder Menschen erst einmal straffrei. Dennoch handele es sich natürlich um einen sensiblen Bereich und den Eingriff in die Privatsphäre eines Menschen. Insofern sei es gut, sich mit derartigen verdächtigen Beobachtungen an die Polizei zu wenden. Rein menschlich sei die Verunsicherung in solchen Situationen durchaus nachzuvollziehen.

Kritisch sieht Glaremin allerdings das Posting der Mutter im Internet. Es komme einer privaten Öffentlichkeitsfahndung gleich - weil die Frau dabei auch ein Foto veröffentlichte. Es zeigt die beiden Männer im Bereich des Busbahnhofs. Das Bild war aus einem Bus heraus geschossen worden. Darauf sind die beiden Männer zwar kaum zu erkennen, dennoch sei das Vorgehen rechtlich bedenklich, so Glaremin.

Appell der Polizei

Er stellt klar: „Bei allem Verständnis für die Verunsicherung - aber Fahndung ist Sache der Polizei.“ Sein eindringlicher Appell: „Es ist immer der richtige Weg, sich in solchen Fällen an uns zu wenden. Dafür sind wir schließlich da“, betont er. Grundsätzlich nehme man jeden solcher Hinweise ernst. Man habe den Bereich im Blick und werde im Zweifelsfall auch die Personalien von Menschen feststellen, die sich verdächtig machen.

Ordnungsdienst der Gemeinde ist wachsam

Georg Sommer, Leiter des Ordnungsamtes sieht das ähnlich. Er hat den Hinweis zum Anlass genommen, den Ordnungsdienst der Gemeinde zu informieren. Auch er werde nun ein wachsames Auge haben. Ebenso wie die Polizei darf auch der Ordnungsdienst der Gemeinde Personalien feststellen und Platzverweise erteilen.

Zudem, so sagt Sommer, gehöre der Busbahnhof auch zu jenem Bereich, den ein von der Gemeinde eingesetzter Sicherheitsdienst regelmäßig kontrolliert. Nach Beschwerden von Anwohnern wegen Ruhestörungen durch Schüler der Dachdeckerschule läuft er in den Abendstunden regelmäßig Streife im Ortskern.

„Ein Anruf bei der Polizei schadet nie!“

Polizei-Sprecher Holger Glaremin empfiehlt in solchen Fällen durchaus auch die direkte persönliche Ansprache der Verdächtigen. Natürlich könne man sie fragen, warum sie gerade ein Foto geschossen haben. Manchmal reiche so etwas schon aus. Dabei müsse natürlich jeder für sich selbst einschätzen, ob er sich das zutraue. Im Zweifelsfalle gelte immer: „Ein Anruf bei der Polizei schadet nie!“

Laut der besorgten Mutter sind die beiden Männer zwischen 20 und 30 Jahre alt. Sie spricht von südländischem Aussehen.

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