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Junge Mescheder Musiker: Der Spaß steht klar im Vordergrund

Josefine tho Seeth, Clara Köhne, Johanna Schaefer, Theresa Laumann, Torben Bethke, Lukas Remmel und Jakob Schaefer (von links) sind „Bogen, Blech und Taktstock“

Josefine tho Seeth, Clara Köhne, Johanna Schaefer, Theresa Laumann, Torben Bethke, Lukas Remmel und Jakob Schaefer (von links) sind „Bogen, Blech und Taktstock“

Foto: Florian Breide

Meschede.  Einen Chef gibt es nicht, Ideen werden gemeinsam entwickelt. Mit Cello, Geige, Klavier, Posaune und Kontrabass machen die Mescheder Musik.

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Instrumente wie Geige, Cello oder Kontrabass müssen nicht für „Altherrenmusik“ stehen. Den Beweis dafür liefert die Gruppe „Bogen, Blech und Taktstock“. Seit 2018 spielt die Band Konzerte in Meschede und Umgebung und punktet dabei mit einem Repertoire aus verschiedenen Genres. Pop und Filmmusik gehöre dabei genau so zum Programm wie klassische Stücke. Sogar Eigenkompositionen sind Bestandteil ihrer Auftritte.

40 Songs im Repertoire

Etwa 40 Songs sind es mittlerweile, die die siebenköpfige Band aufführen kann, darunter ein Medley aus „Game of Thrones“ oder Filmmusik aus „Harry Potter“. Bis ein Song allerdings vor Publikum präsentiert wird, ist viel Arbeit nötig. Da die Besetzung aus zwei Geigen, zwei Celli, Klavier, Posaune und Kontrabass eher ungewöhnlich ist, muss nahezu jedes der Stücke umgeschrieben werden.

Hinzu kommt das gemeinsame Proben. Weil nicht alle Mitglieder nach ihrem Abitur im Sauerland geblieben sind, ist das nicht immer leicht. Eine Lösung gibt es trotzdem: „Einen festen Probentermin haben wir nicht, meistens arbeiten wir einfach projektorientiert“, berichtet Posaunist Torben Bethke. Entstanden ist „Bogen, Blech und Taktstock“ bereits im vergangenen Jahr. Im Rahmen des kulturellen Abends der Benediktiner spielten die meisten der jungen Musiker erstmals zusammen, einzig Bethke besuchte das Städtische Gymnasium.

Auch privat trifft das Septett den gleichen Ton, in der Band besteht eine enge Freundschaft. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, etwa in der Musikauswahl: „Einen Chef gibt es bei uns nicht, jeder kann seine Vorschläge einbringen“, sagt Lukas Remmel, der in der Band für Klavier und Viola zuständig ist.

Durch die Familien geprägt

Die Begeisterung für ihr Instrument fanden die meisten bereits im Grundschulalter. „Natürlich wird man in dieser Hinsicht auch durch die Familie geprägt“, ist sich die Band einig. Neben „Bogen, Blech und Taktstock“ sind alle zusätzlich in Orchestern aktiv. Das, was die Musiker neben ihren vielen Gemeinsamkeiten trennt, ist der private Musikgeschmack: „Das ist das einzige, worüber wir uns streiten können“.

Auftritt zusammen mit Jazz Police

Das bisherige Highlight der Bandgeschichte erlebten die Sieben erst im vergangenen Monat. Gemeinsam mit der „Jazz Police“ spielten die Musiker vor etwa 150 Besuchern in Olsberg. Dabei sammelten sie nicht nur weitere Bühnenerfahrung, sondern machten auch einen Ausflug in ein anderes Genre: den Jazz. Denn dort präsentierten sie auch einige Stücke zusammen mit „Jazz Police“. „Das erforderte zwar an einigen Stellen ein wenig Eingewöhnung, hat aber ansonsten gut funktioniert“, meint Geigerin Johanna Schaefer.

Die Band mag es zwanglos, ohne hochgesteckte Ziele. Der Spaß steht für die siebenköpfige Gruppe ganz klar im Vordergrund: „Wir hoffen einfach, dass es noch lange weitergeht. Wir nehmen die Zukunft so, wie sie kommt“, ist sich die Band einig.

Das nächste Konzert findet am 21. Dezember im Mescheder Campus statt. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Auch auf Social Media ist die Band vertreten. Facebook: Bogen, Blech und Taktstock; Instagram: bogenblechtaktstock

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