Freizeit

Keine Badeinseln mehr in der Badebucht am Hennesee

Eine der Badeinseln, die bisher in der Saison in der Badebucht schwammen.

Eine der Badeinseln, die bisher in der Saison in der Badebucht schwammen.

Foto: Blossey

Meschede.   Im Hennesee bei Meschede werden keine künstlichen Badeinseln mehr angebracht. Die Hintergründe liegen in Sicherheitsfragen.

Die beiden Badeinseln in der Badebucht am Hennesee werden nicht mehr ins Wasser gelassen. Schwimmer können dann nicht mehr von den 50 Meter vom Ufer entfernten Inseln aus in den See springen oder sich darauf sonnen. Das hat die Hennesee GmbH entschieden, bestätigt ihr Geschäftsführer Jürgen Bartholme.

Die Gesellschaft, die von der Stadt Meschede, dem Hochsauerlandkreis und dem Ruhrverband gebildet wird, betreibt die Badestelle in der Berghauser und auch die in der Mielinghauser Bucht.

Die Entscheidung gegen die Badeinseln sei nicht auf das tödliche Unglück im vergangenen Sommer zurückzuführen, so Bartholme, der auch Kämmerer der Stadt ist. Dabei war ein 14 Jahre alter Junge aus Schmallenberg von einer Insel aus ins Wasser gesprungen und nicht wieder aufgetaucht. Der Junge starb eine Woche später im Krankenhaus. Der Unfall hatte medizinische Gründe als Ursache.

Kein Ersatz geplant

Nach dem Unglück seien keine Forderungen auf die Hennesee GmbH zugekommen, sagt Bartholme auf Anfrage. Dennoch habe man sich danach fachkundigen Rat eingeholt, wie eine Badestelle sicher betrieben werden müsse: Als „Vorsichtsmaßnahme“ sei dabei empfohlen worden, die Badeinseln nicht mehr zu betreiben.

Aus haftungsrechtlichen Gründen habe man sich deshalb entschieden, die Schwimminsel künftig nicht mehr anzubieten. Ein Ersatz als Attraktion im Wasser ist nicht geplant. Denn immer wieder waren die Badeinseln in der Vergangenheit auch dann genutzt worden, wenn die Aufsicht am Ufer nicht besetzt war.

Die Hennesee GmbH plant, die Schwimmabtrennungen an beiden Badestellen in Berghausen und in Mielinghausen instand zu halten - beide trennen den Schwimmbereich zum See hin ab. Dafür sind 3500 Euro veranschlagt. In einer Pressemitteilung der Stadt heißt es: Für die Hennesee GmbH stehe die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer an erster Stelle, so Jürgen Bartholme – ihren eigenen Beitrag zum unbeschwerten Bade-Spaß könnten die Besucherinnen und Besucher dadurch leisten, indem sie die Regeln der Badeordnung einhalten. Es gilt übrigens der wichtige Grundsatz: Auch wenn das DLRG die Aufsicht hat – das Baden geschieht immer auf eigene Gefahr!

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