Jubiläumsfeier

Keine Nachwuchsprobleme: Stadtkapelle freut sich auf Zukunft

Zahlreiche Besucher kamen zum Jubiläumsfest der Schmallenberger Stadtkapelle in die frisch renovierte Stadthalle. Dort wurde an zwei Tagen ausgiebig der 60. Geburtstag der Stadtkapelle und das 50-jährige Bestehen des Jugendblasorchesters gefeiert.

Zahlreiche Besucher kamen zum Jubiläumsfest der Schmallenberger Stadtkapelle in die frisch renovierte Stadthalle. Dort wurde an zwei Tagen ausgiebig der 60. Geburtstag der Stadtkapelle und das 50-jährige Bestehen des Jugendblasorchesters gefeiert.

Foto: Stadtkapelle

Schmallenberg.  Das Jubiläum von Stadtkapelle und Jugendblasorchester war ein Erfolg. „Der gute Zusammenhalt der Mitglieder“ macht den Verein zukunftsfähig.

„Das Jubiläum lief super, die Gäste waren begeistert“, resümiert Wolfgang Brüggemann, Vorsitzender der Stadtkapelle Schmallenberg.

Denn: Die Musiker konnten jetzt auf 110 Jahre voller musikalischer Darbietungen zurückblicken. Die Stadtkapelle Schmallenberg feierte ihren 60. und das Jugendblasorchester seinen 50. Geburtstag in der Stadthalle.

An zwei Tagen wurde - mit rund 500 Besuchern am Freitag und circa 800 Menschen am Samstag - gemeinsam gefeiert. Auch elf befreundete Vereine gaben sich die Ehre und kamen zur Feier.

„Das Jahr hat mit dieser Veranstaltung aber für uns erst begonnen“, erklärt der musikalische Leiter Michael Hoffe. „Es stehen noch zahlreiche Veranstaltungen an.“ Jetzt blicken die Musiker optimistisch in die Zukunft - und hoffen auf weitere 60 Jahre.

„Wir haben zum Glück keine Nachwuchsprobleme“, so Hoffe. „Im Gegenteil: Die Plätze für den Einzelunterricht sind immer belegt.“

Damals

Die Gründung der Stadtkapelle geht auf den damaligen Pfarrer Stephan Ernst zurück. In der Gemeinde war der Verzicht auf eine eigene Kapelle als Mangel erkannt worden. Am 26. August 1959 trafen sich auf Einladung des Pfarrers einige junge Männer auf dem „Alten Friedhof“. Dieses Datum gilt als Geburtsstunde des „Bläserchors“.

1966 traten die Musiker zum ersten Mal als Festkapelle auf dem Schützenfest in Lenne auf.

1968 wurde der Name des Musikvereins in „Stadtkapelle“ geändert, ein Jahr später übernahm Franz Hoffe die musikalische Leitung, die im Jahr 2009 sein Sohn Michael Hoffe übernahm: „Das ist mein Verein. Für mich kam überhaupt nichts anderes in Frage, ich bin im Verein groß geworden und habe meinem Vater immer dort geholfen“, sagt er.

Seit 2014 gehören dem Verein auch Mädchen und Frauen an - „die Nachfrage danach war ziemlich groß.“

Heute

Heute zählt die Stadtkapelle rund 120 aktive Musiker. Auch Nachwuchsprobleme gibt es nicht. „Viele junge Leute machen bei uns ihre Ausbildung und bleiben dann dabei“, so Hoffe. „Das liegt auch am guten Zusammenhalt im Verein. Nur Musik hält aber keinen Verein zusammen - wir bieten auch außerhalb viele Aktivitäten an und unternehmen etwas gemeinsam.“

Geprobt wird regelmäßig zusammen - samstags übt das Jugendblasorchester (13.30 bis 15 Uhr) und sonntags die Stadtkapelle (10 bis 12 Uhr). „Vor großen Auftritten kann es auch mal länger werden“, sagt Hoffe und lacht. Zum Beispiel für die große Jubiläumsfeier.

Diese startete am Freitagabend mit einem Festakt, zu dem auch Vereine aus Schmallenberg und Ehrengäste eingeladen wurden. So kamen Bürgermeister Bernhard Halbe, Landrat Dr. Karl Schneider und der parlamentarische Staatssekretärs im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Klaus Kaiser, vorbei, um zu gratulieren.

Ebenfalls waren die Schützengesellschaft Schmallenberg und zahlreiche Gesangvereine vertreten. Besucher konnten sich an beiden Tagen über viele musikalische Darbietungen freuen. Im Anschluss spielten noch die Revival-Brassband und die „Sidewalk Disco Rockerz“.

In Zukunft

Auch nach dem großen Konzert steht für 2019 noch viel auf dem Programm - „bis auf das Weihnachtskonzert aber nichts für unser eigenes Jubiläum“, so Brüggemann. Die Stadtkapelle wird unter anderem beim Schnadegang zum Stadtjubiläum am 18. Mai auftreten, bei diversen Sommer-, und Schützenfesten, dem Deutschen Wandertag, oder dem großen Stadtjubiläum im September.

„In diesem Jahr ist es ziemlich viel“, räumt Wolfgang Brüggemann ein. „Aber nichts, was wir nicht schaffen würden“, sagt er und lacht.

>>>> INFO: Zu den Personen

Wolfgang Brüggemann trat im Jahr 1969 in das Jugendblasorchester ein, 1974 kam er dann in die Stadtkapelle - „und bin seitdem dabei geblieben.“ Von 1985 bis 2010 war er Schriftführer, seitdem ist er der Vorsitzende der Schmallenberger Stadtkapelle. Er hatte das Amt von Alfons Brüggemann übernommen, der sich seit vielen Jahren im Musikverein engagiert.

Bereits mit sechs Jahren entdeckte Michael Hoffe die Musik für sich - und begann, Klavier und Trompete zu spielen. Seit 1989 bildete er junge Musiker aus und war stellvertretender Dirigent des Vereins. Nach der Schule studierte er Musik mit den Schwerpunkten Orchesterleitung, Trompete, Klavier und Gesang. „Nach 20 Jahren als zweiter Dirigent habe ich 2009 den Verein übernommen.“

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