Feuer in Notre-Dame

Paris-Brand: „Je näher man kommt, desto unruhiger wird es“

Vermutlich während Sanierungsarbeiten fängt die Notre-Dame Kirche in Paris Feuer. Die Mescheder Schülerin Karoline Nölke war vor Ort.

Vermutlich während Sanierungsarbeiten fängt die Notre-Dame Kirche in Paris Feuer. Die Mescheder Schülerin Karoline Nölke war vor Ort.

Foto: Karoline Nölke

Meschede/Paris.   Die Grevensteinerin Karoline Nölke ist aktuell im Frankreich-Urlaub. Sie berichtet von der Stimmung nach dem Feuer in der Notre-Dame Kirche.

Die Bilder gingen um die Welt: Die berühmte Pariser Kirche Notre-Dame, eines der Wahrzeichen der Stadt und eines der wichtigsten Bauwerke der römisch-katholischen Kirche steht lichterloh in Flammen. Wie groß das Ausmaß des Schadens ist können Experten noch immer nicht abschätzen.

Und die Menschen, ob Einheimische oder Touristen versammeln sich vor der Kirche. Mit dabei ist auch die Karoline Nölke. Die Grevensteinerin besucht die elfte Klasse des Städtischen Gymnasiums und macht aktuell mit ihren Eltern Urlaub in Paris.

Nur eine dreiviertel Stunde, bevor das Feuer in den Abendstunden ausbrach, waren sie noch vor Ort. „Wir waren gerade zurück in unserem Hotel im Zentrum, als wir durch das Fenster die Rufe hörten: Notre-Dame brûle, Notre-Dame brennt.“ Und auch im Fernsehen folgten auf allen heimischen Sendern Live- Schalten zum Ort des Unglücks.

„Die Stimmung war sehr bedrückt, da niemand wusste, ob es nun ein Anschlag, oder doch ein Unfall war“, berichtet Karoline Nölke. Und auch, wenn sich schnell herausstellte, dass das Feuer wohl durch die Sanierungsarbeiten entstand, so bleibt doch ein mulmiges Gefühl in der Stadt hängen. Das bemerkt auch die Grevensteinerin, die sich am Tag danach noch einmal auf den Weg zur Notre-Dame machte: „Je näher man kommt, desto unruhiger wird es. Hier fahren überall noch Löschfahrzeuge und Gendarmerie herum. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich überhaupt bis zur Kirche komme, weil hier teilweise die Straßen gesperrt sind.“

Wirklich nah kam die Elftklässlerin nicht an das Gebäude heran, doch die Stimmung wird auch auf den umliegenden Straßen deutlich: „Es sind vor allem viele Pressevertreter zu sehen und Menschen, die einfach an der Seine stehen und zur Kirche empor blicken.“

Noch bis Freitag bleibt Karolina Nölke mit ihrer Familie in Paris. Und bis dahin wird das vorherrschende wohl auch weiterhin der Brand von Notre-Dame sein.

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