Verkehr

Parken an der B7: „Sanktionen wären eine Dreistigkeit“

Dieses Bild ist keine Ausnahme: So wie dieser Wagen stehen entlang der Bundesstraße 7 in Bestwig und Velmede viele Autos zu weit auf dem Radweg. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft hat lange geschwiegen - jetzt mischt auch er sich in die Debatte ein.

Dieses Bild ist keine Ausnahme: So wie dieser Wagen stehen entlang der Bundesstraße 7 in Bestwig und Velmede viele Autos zu weit auf dem Radweg. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft hat lange geschwiegen - jetzt mischt auch er sich in die Debatte ein.

Foto: Frank Selter

Bestwig.  Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft äußert sich zur Bestwiger Park-Debatte. Er vermutet, dass die Sonne zu heiß ins Rathaus geschienen hat.

Mit großer Verwunderung hat Olaf Badelt als Vorsitzender der Werbegemeinschaft nach eigenen Angaben zuletzt die Diskussion um die Parksituation an der B7 und die Knöllchen-Idee des Bürgermeisters verfolgt. Die Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft nutzte er nun für Kritik - auch deshalb, weil ihn in der Sache zahlreiche Anrufe von verärgerten Mitgliedern der Werbegemeinschaft erreicht hätten.

„Man muss sich das mal vorstellen“, so Badelt. Da beklagt sich ein Ort, der in der Region die wohl meisten Parkplätze hat, über die Parkplatzsituation“, schimpfte Badelt.

Zur Erinnerung: CDU-Fraktionschef Winfried Gerold hatte in einer Ratssitzung über die Situation an der B7 geklagt, weil abgestellte Autos immer wieder die Sicherheit der Radfahrer gefährden, indem Autofahrer aus Angst um ihren Außenspiegel zu weit auf dem Radweg parken. Gerold selbst hatte den Rückbau von Parkplätzen an kritischen Stellen angeregt. Bürgermeister Ralf Péus brachte ins Spiel, eine 450-Euro-Kraft für die Überwachung des ruhenden Verkehrs einzustellen.

In Altenbüren nachgemessen

Er habe immer gesagt, man solle erst die Autobahn fertigstellen und dann die B7 zurückbauen, betonte Badelt in der Versammlung. Jetzt auf einmal merke man auch im Rathaus, dass die Bundesstraße für die Lkw zu schmal ist - kurz vor der Fertigstellung der A 46. „Und als Konsequenz sollen denen die Parkplätze zurückgebaut werden, die bald ohnehin darunter leider werden, dass weniger Verkehr durch den Ort rollt“. Manchmal frage man sich, ob die Sonne ein weniger heißer ins Rathaus scheine als anderswo.

Badelt hatte sich die Arbeit gemacht und nachgemessen: In Altenbüren sei der Parkstreifen zwei Meter breit, in Bestwig nur 1,60 Meter. In Altenbüren ist der Radweg 70 Zentimeter breit. In Bestwig 1,25 Meter. „In Altenbüren funktioniert’s. In Bestwig nicht. Aber hier hat keiner was falsch gemacht, hier ist alles richtig“, so Badelt süffisant.

„Eine absolute Dreistigkeit“

Es sei erwiesen, dass die Fahrzeuge seit 1970 etwa 25 bis 30 Zentimeter breiter geworden sind. „Davon scheint hier in Bestwig aber offensichtlich keiner etwas mitbekommen zu haben. Wer hier sein Auto ordnungsgemäß parkt, steht mit einem Rad auf der Bundesstraße“, so Badelt. Fahrer sanktionieren zu wollen, die aus Angst um ihrem Außenspiegel zu weit auf dem Radweg parken sei angesichts dieser Umstände eine „absolute Dreistigkeit“.

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