Vereinsleben

Schießanlage in Jagdhaus aus „Dornröschenschlaf“ erwacht

Biathlonanlage in Jagdhaus

Biathlonanlage in Jagdhaus

Foto: Stadt Schmallenberg

Jagdhaus.  Nach Bauarbeiten ist die Biathlonschießanlage in Jagdhaus wieder in Betrieb. Mittlerweile wird dort nur noch Luftgewehrschießen betrieben.

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Nach einigen Jahren der Stagnation des Vereins im Biathlonsport, manche würden sagen „Dornröschenschlaf“, ist die Biathlonanlage in Jagdhaus wieder zum Leben erweckt worden. Ein Dankeschön gilt in diesem Fall allen Helfern, die dazu beigetragen haben. Die Anlage wurde vom SC Jagdhaus in Eigenleistung sowohl finanziell, als auch personell errichtet. Sie soll überwiegend dem Trainingsbetrieb dienen, die sich im Sommerbiathlon engagieren. Eine offizielle Einweihung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Nur noch Schießen mit Luftgewehr

Die Schießanlage wurde 1984 errichtet und für Kleinkaliber (KK, 50 Meter) und Luftgewehr (LG, zehn Meter) auf 12, später 13 Stände ausgelegt. Die regelmäßigen Sachverständigen-Prüfungen hatten jedoch ergeben, dass der Erdwall, der die Anlage an drei Seiten umgibt, nicht mehr die vorgeschriebene Höhe besitzt und somit nicht mehr die Sicherheitsanforderungen erfüllt.

Aufgrund der bundesweit einheitlichen Richtlinien für den Bau von Schießanlagen wurde die erforderliche Abnahme durch den Sachverständigen und somit die Genehmigung durch die zuständige Kreispolizeibehörde nicht mehr erteilt. Nach den neuen Richtlinien hätten für die KK-Stände mehrere Hochblenden eingebaut werden müssen. Die dafür anfallenden Kosten sprengten den finanziellen Rahmen des Vereins.

Es sei lange überlegt worden, wie man einen entsprechenden Umbau trotzdem verwirklichen kann, heißt es dazu. Nach langer Überlegung und Prüfung der verschiedenen Möglichkeiten habe sich der Verein dann dafür entschieden, auf das Kleinkaliberschießen mit den höheren Anforderungen zu verzichten und stattdessen nur noch Luftgewehrschießen zu betreiben.

Kostengünstige Lösung

Die für den Verein kostengünstigste Lösung erschien in der Verkleinerung der gesamten Anlage. Nach der Planung durch einen Sachverständigen wurde die Baugenehmigung durch die Stadt Schmallenberg erteilt. Nach Einholung mehrerer Angebote wurde die Firma Berge-Bau aus Erndtebrück mit den Erdarbeiten für die Baumaßnahme beauftragt.

Im Verlaufe der Arbeiten wurden in Abstimmung mit dem Sachverständigen noch einige weitere Änderungen vorgenommen. So wurde aus Sicherheitsgründen auf dem neuen Erdwall zur Erhöhung ein winddurchlässiger Holzzaun errichtet. Anschließend erfolgte die Gesamtabnahme durch einen vereidigten Sachverständigen. Alle übrigen Arbeiten erfolgten durch die Vereinsmitglieder in Eigenleistung. Nach dem „Dornröschenschlaf“ ist die Schießanlage nun wieder in Betrieb und kann wieder genutzt werden.

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