Rettungsdienst

Schmallenberg: 22 neue Mobile Retter wollen Leben retten

Die Mobilen Retter im Kreis Kleve sind für den Ehrenamtspreis NRW 2019 nominiert. Landrat Wolfgang Spreen zeigt hier die App, über die die Mobilen Retter angefragt werden, ob sie einsatzbereit sind. 

Die Mobilen Retter im Kreis Kleve sind für den Ehrenamtspreis NRW 2019 nominiert. Landrat Wolfgang Spreen zeigt hier die App, über die die Mobilen Retter angefragt werden, ob sie einsatzbereit sind. 

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Bödefeld.  Die Mobilen Retter unterstützten den Rettungsdienst im Hochsauerlandkreis. In Schmallenberg haben sich jetzt 22 neue Retter ausbilden lassen.

Erst im Sommer wurde vom Hochsauerlandkreis das neue Rettungssystem „Mobile Retter“ als Ergänzung zum Rettungsdienst eingeführt. Die Feuerwehr der Stadt Schmallenberg hat die Einführung als sehr sinnvoll begrüßt.

„Nun haben sich Mitglieder der Löschgruppen Bödefeld und Oberhenneborn selbst tatkräftig eingebracht“, heißt es. 21 Feuerwehrfrauen und -männer aus Bödefeld, Westernbödefeld und Oberhenneborn sowie eine angehende Gesundheits- und Krankenpflegerin aus Brabecke sind jetzt als mobile Retter geschult worden und stehen ab sofort für Notfall-Einsätze unterstützend zur Verfügung.

Therapiefreies Intervall verkürzen

Die dreieinhalbstündige Schulung wurde in der Gemeinschaftsgrundschule Bödefeld unter Anleitung von Swen Bucholz und Stefan Büngener (DRK Meschede-Eslohe) sowie Andre Nitschke (Rettungsdienst HSK) durchgeführt.

Dabei standen die wichtigsten Rahmenbedingungen für den Einsatz als mobiler Retter sowie ein intensives Training in Herz-Lungen-Wiederbelebung an Babys, Kindern und Erwachsenen im Vordergrund.

Die Mobilen Retter werden durch die GPS-Komponente ihres Smartphones in der Nähe zum Einsatzort geortet und durch die Leitstelle – parallel zum Rettungsdienst und First Respondern – über die Mobile-Retter-App alarmiert.

Sind sie verfügbar, können sie direkt vor Ort Erste Hilfe leisten. Zielsetzung ist die Verkürzung des therapiefreien Intervalls bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Dadurch werden die Überlebenschancen der Betroffenen verbessert.

Weitere Infos zu dem neuen System gibt es für Interessierte unter www.mobile-retter.org.

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