ÖPNV

Schmallenbergs Grüne wünschen sich kostenlosen Busverkehr

In Schmallenberg hält die S9  am Schützenplatz. Die Grünen wollen berechnen lassen, was ein Gratis-Verkehr kosten würde.

In Schmallenberg hält die S9  am Schützenplatz. Die Grünen wollen berechnen lassen, was ein Gratis-Verkehr kosten würde.

Foto: Ute Tolksdorf

Schmallenberg.  Bis nach Meschede und Altenhundem zum Zug sollen Schmallenberger nach Vorstellung der Grünen gratis fahren. Es gibt ein funktionierendes Vorbild.

Kostenlose Fahrt mit dem Bus für alle Schmallenberger. Das haben jetzt die Grünen im Rat der Stadt Schmallenberg gefordert. Die Idee: Die derzeitigen Beförderungsentgelte seien zu hoch und böten so keine Alternative zum Pkw.

Stadt zahlt schon größten Betrag für den Schülerverkehr

Die Grünen rechnen damit, dass ein solches Angebot attraktiv und bezahlbar ist. Schon jetzt müsse die Stadt einen großen Anteil für den Busverkehr zahlen, weil sowieso hauptsächlich Schüler unterwegs seien. „Sonst sieht man noch Gäste, die die Tourist-Card nutzen“, sagte Jürgen Meyer (Grüne) „In der restlichen Zeit fahren die Busse halb leer durchs Stadtgebiet.“

Um die Busse zu füllen und den Bürgern die Nutzung schmackhaft zu machen, soll der Busverkehr im Stadtgebiet und zu den Bahnhöfen in Meschede und Altenhundem für Schmallenberger komplett kostenlos sein. Dafür soll die Stadtverwaltung, so die Grünen, ermitteln, wie hoch die zusätzlichen Kosten zum Schülerverkehr sind, die man dafür an die Busunternehmen überweisen müsste.

Pfaffenhofen als Vorbild

Vorbild für die Idee der Grünen ist die Gemeinde Pfaffenhofen in Bayern. Dort ist der Stadtbus seit Ende des vergangenen Jahres kostenlos.

Auch wenn Ludwig Poggel, CDU-Fraktionsführer, nicht glaubte, dass die Idee finanziell umsetzbar ist, trägt seine Fraktion die Vorausberechnung mit. Auch Dieter Eickelmann (UWG) fand, „das geht grundsätzlich in die richtige Richtung, wir brauchen aber erst mal eine Datengrundlage.“

Kritik kam von Matthias Albers von der BFS aus Bödefeld: „Bisher ist nicht mal jeder Ort mit dem Bus erreichbar. Darüber sollten wir erstmal sprechen.“

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