Bebauung

Sorge um Erscheinungsbild an Hauptstraße in Bestwig

Wenig einladend: Der Gebäudekomplex an der Bundesstraße in Bestwig. Die Gemeinde hofft auf Veränderungen.

Wenig einladend: Der Gebäudekomplex an der Bundesstraße in Bestwig. Die Gemeinde hofft auf Veränderungen.

Foto: Frank Selter / WP Meschede / Frank Selter

Bestwig.  Wenig attraktiv ist ein Wohn- und Geschäftskomplex an der B 7 in Bestwig. Eine Vielzahl an Eigentümern macht Änderungen nicht einfach.

Die Gemeindeverwaltung Bestwig hat einen Schandfleck an der Bundesstraße weiterhin im Blick - auch, wenn sich augenscheinlich an jener Stelle immer noch nichts geändert hat. Es geht um den großen Gebäudekomplex mit der Adresse Bundesstraße 127 bis 129. Aktuell ist dort unter anderem das Ladenlokal des Tiefkühlservices Teka beheimatet, zu früheren Zeiten war es mal Aldi, mal der Billigladen Primavera und auch Schlecker.

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Einstimmig hatten die Fraktionen 2019 dafür gestimmt, für den Bereich einen Bebauungsplan aufzustellen. Auf der Fläche gibt es gleich mehrere Probleme. Zum einen ist dort bei den Ladenlokalen im Erdgeschoss immer wieder mindestens ein anderer Leerstand zu verzeichnen. Zum anderen ist insbesondere die Fläche zwischen dem Wohn- und Geschäftshaus und der öffentlichen Verkehrsfläche alles andere als attraktiv. Hier, so stellt es sich die Verwaltung vor, könnte eine kombinierte Gestaltung von Parkraum und Grün für ein besseres Erscheinungsbild sorgen. Immerhin liegt der Gebäudekomplex unmittelbar an der Hauptstraße.

Vielzahl an Eigentümern

In dem Komplex befinden sich insgesamt vier Wohnungen sowie bis zu sechs Ladenlokale. Und genau darin liegt ein weiteres Problem. Denn: Ziel ist es nach Angaben von Bauamtsleiter Jörg Stralka, die Bauleitplanung nach Möglichkeit im Einvernehmen mit dem Eigentümer anzugehen. Das aber sei durch die Vielzahl von Eigentümern bei dem Gebäudekomplex nicht ganz einfach. Zusätzlich hatte es wohl zuletzt auch einen Wechsel bei der Hausverwaltung gegeben, was die Sache nicht unbedingt einfacher mache.

Betroffen sind in dem Bereich mehrere Grundstückseigentümer - laut Gemeindeverwaltung zehn Privatpersonen. Sie sollen über das formale Beteiligungsverfahren hinaus in den Diskussionsprozess mit einbezogen werden.

Weil die 2019 beschlossene Veränderungssperre für den Bereich nach zwei Jahren außer Kraft tritt, hat der Rat sie jetzt einstimmig verlängert. So soll verhindert werden, dass die Gemeinde zwischenzeitlich vor vollendete Tatsachen gestellt wird, wie Stralka es formulierte. Dass seit einem Jahr nur wenig Bewegung in der Sache ist, liegt laut Stralka auch daran, dass hinter dem Vorhaben zum jetzigen Zeitpunkt noch kein konkretes Projekt steht. Üblicherweise habe man bei Bauleitplanungen genau vor Augen, was am Ende werden solle. In diesem Falle gehe es zunächst darum, einer weiteren negativen Entwicklung entgegen zu wirken.

Die Gemeindeverwaltung sondiert

Es gebe noch keine einvernehmliche Idee, wie das Gebäude genutzt werden solle, sagt Stralka. Bevor man die Planung in eine Richtung drücke, die nicht im Einvernehmen mit allen sei, habe man sich im Rathaus entschieden abzuwarten, bis sich das Bild etwas verdichte. Tatenlos wartet die Gemeinde allerdings nicht ab: Man sei dabei zu sondieren, so Jörg Stralka.

Die Gemeindeverwaltung sieht weiteres Nutzungspotenzial in dem Komplex. Ziel soll es sein, für den Bereich "eine positive Wahrnehmung im so genannten Stadtraum zu erreichen". Hierzu könne beispielsweise die Gestaltung, Erkennbarkeit und Zuordnung der Stellplätze in den straßenbegleitenden Flächen gehören. Möglicherweise könnten im Zuge der Planungen mehrere kleine Ladenlokale des Komplexes zu einem größeren zusammengefasst werden.

>>>HINTERGRUND<<<

Mit dem Bebauungsplan soll außerdem auch ein weiterer Wildwuchs von Werbeanlagen verhindert werden.

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