Politik

SPD im HSK nominiert Kandidaten für die Wahl des Landrats

Max Bunse, Reinhard Brüggemann und Dirk Wiese (von links).

Max Bunse, Reinhard Brüggemann und Dirk Wiese (von links).

Foto: Archiv

Berge.  86 Prozent für den Bewerber aus Eversberg: Reinhard Brüggemann ist von der SPD im HSK zum Kandidaten für die Wahl des Landrats nominiert worden.

Die Sauerländer SPD schickt mit Reinhard Brüggemann aus Eversberg ihren Fraktionsvorsitzenden offiziell ins Rennen um das Landratsamt. Das haben die Mitglieder des Parteitags mit überwältigender Mehrheit in Berge entschieden. Der 58-Jährige ist seit 2009 Mitglied im Kreistag des Hochsauerlandkreises und im Hauptberuf Ingenieur für die Firma innogy. Einer seiner politischen Schwerpunkte ist die Entbürokratisierung, so möchte er die heimischen Betriebe und das Ehrenamt entlasten.

Zukunftsfähiger Kreis

Die vielen Vorschriften und Verordnungen seien zwar an vielen Stellen im Einzelnen sinnvoll, jedoch in ihrer Gesamtheit erdrückend. Brüggemann sprach sich hier für eine Konsolidierung aus, die die Verwaltung schon über Jahre vor sich herschiebe. In seiner Bewerbungsrede bekräftige er seinen Anspruch den HSK als zukunftsfähigen Kreis aufzubauen.

Hierbei kommt es ihm ganz besonders auf Bildung junger Menschen vor dem Hintergrund der Digitalisierung an. So bezeichnete er den Zustand als beschämend, dass er nach 40 Jahren am Berufskolleg Meschede wieder auf seinem alten Stuhl und an seinem alten Tisch Platz nehmen konnte und die einzige Modernisierung ein Beamer war. Gerade bei den Berufskollegs im Hochsauerlandkreis plädiert er für die Maxime Qualität vor Quantität und die Bildung von Fachschwerpunkten an den einzelnen Schulen in Kreisträgerschaft mit einem klaren Bekenntnis zu allen Berufschulstandorten.

Klima und Umwelt

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war der Themenkomplex Klima und Umwelt, ein Thema was auch im Hochsauerlandkreis kontrovers diskutiert wird. Hierbei möchte Brüggemann auf schnelle Wiederaufforstung der durch Borkenkäfer und Sturm freigewordenen Flächen setzen. Hier sieht er die Notwendigkeit, gegebenenfalls durch Fördergelder, Hilfe zu leisten.

Darüber hinaus bekannte sich Reinhard Brüggemann klar zu den heimischen Landwirtschaftsbetrieben, den Gülletourismus aus dem Münsterland will er stoppen. Seine Bewerbung stieß in der Partei auf breite Zustimmung, so votierten die Delegierten mit einer Zustimmungsrate von 86 Prozent für den Eversberger. Dieser bedankte sich für das große Vertrauen und nahm die Nominierung an.

Positionspapier zur Pflege

Weiter beschäftigte sich das oberste Gremium der Sauerländer Sozialdemokraten mit einem Positionspapier zur Pflege, das mit einstimmiger Mehrheit beschlossen wurde. Dem Papier, das sich mit Ursachen und Maßnahmen des Pflegenotstands beschäftigt, war ein langer Diskussionsprozess in einem eigens für dieses Thema eingerichteten Arbeitskreisvorangegangen. Unter der Federführung von Ferdinand Roß, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60plus im Hochsauerlandkreis, wurde ein ganzheitliches Konzept erarbeitet.

Auch der Vorsitzende der heimischen SPD, Dirk Wiese, zeigte sich zufrieden. „Mit Reinhard Brüggemann haben wir einen exzellenten Kandidaten für das Amt des Landrats nominiert, der mit all seinen politischen Erfahrungen diesen Kreis zukunftsfest machen wird und für die gesamte Legislaturperiode zur Verfügung steht.“, sagte der Bundestagsabgeordnete nach dem Parteitag. Die SPD gehe geschlossen in die Kreis- und Kommunalwahlen und wollen diese erfolgreich absolvieren.

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