Breitbandausbau

Startschuss für Breitbandausbau: Das schnelle Netz kommt

Der Startschuss für den Breitbandausbau im Hochsauerlandkreis ist gefallen: Los geht es in Bad Fredeburg, Velmede und Winterberg.

Der Startschuss für den Breitbandausbau im Hochsauerlandkreis ist gefallen: Los geht es in Bad Fredeburg, Velmede und Winterberg.

Foto: Laura Handke

Bad Fredeburg.   Die Bagger rollen: 5460 Haushalte im HSK erhalten Glasfaseranschluss. Der Ausbau startet in Bad Fredeburg, Velmede und Winterberg-Siedlinghausen.

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Endlich geht es los: Jetzt wird gebaut. Am Dienstagmorgen fiel der offizielle Startschuss für den Breitbandausbau im Hochsauerlandkreis im Gewerbepark Hochsauerland II in Bad Fredeburg. „Das schnelle Internet und Glasfaser bis zur Haustür sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit und die Konkurrenzfähigkeit des ländlichen Raums“, so Bürgermeister Bernhard Halbe. Und: „Wir sind sehr froh, dass es jetzt losgehen kann.“

Der Ausbau im Gewerbepark hat bereits gestartet, ebenfalls im Bereich der Bad Fredeburger Realschule. „Parallel graben die Bagger auch schon im Gewerbegebiet Kleiner Öhler in Velmede und in Winterberg-Siedlinghausen im Gewerbegebiet Burmecke“, sagt Reinhard Rohleder von der Telekom. Insgesamt werden im HSK 5460 Haushalte an das schnelle Netz angeschlossen.

Die Telekom investiert rund 18,3 Millionen Euro in den Breitbandausbau, hinzu kommen rund 9,24 Millionen Euro Bundesförderung und 7,8 Millionen Euro Landesförderung. Der Eigenanteil der Kommunen beträgt 1,47 Millionen Euro.

Der Ablauf

Im August 2018 wurde der Vertrag mit der Telekom unterzeichnet. „Seitdem haben wir viel Zeit mit der Fein- und Detailplanung verbracht“, so Rohleder. „Damit am Ende alles reibungslos und schnell über die Bühne geht.“ Bis Ende 2020 soll der gesamte Breitbandausbau abgeschlossen sein.

Positive Nachrichten hat er für die Gewerbeparks und Schulen im HSK: „Diese werden beim Ausbau priorisiert behandelt. Schon Ende 2019 sollen nach unserer Planung 85 Prozent aller Schulen fertig sein und das schnelle Netz nutzen können.“

Die nächsten Baustellen, nach Abschluss der Ausbaumaßnahmen in Bad Fredeburg, Winterberg und Bestwig, stehen in Holthausen-Huxel, Obersorpe, Meschede-Berghausen, Ramsbeck, im Marsberger Gewerbegebiet (Ende Mai), den Arnsberger Schulen (Juni), und im Gewerbegebiet Sundern-Hellefeld (Oktober) an.

Insgesamt verzeichne die Telekom einen positiven Rücklauf bei den Bürgern: Alle Kunden seien bereits angeschrieben worden - ihre Zustimmung ist für einen Ausbau nötig. „Und mehr als 70 Prozent haben bereits ,Ja’ zum Glasfaseranschluss gesagt. Das sind wirklich erfreuliche Zahlen“, so Rohleder.

Die Auswirkungen

„Diese interkommunale Zusammenarbeit ist beispielhaft“, betonte Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg.

Die Auswirkungen für die betroffenen Gebiete seien mehr als positiv. Schon lange beklagten Unternehmen zu schlechtes Internet, auch Schulen müssten sich zukunftsfähig aufstellen.

Bürgermeister Bernhard Halbe sieht im Breitbandausbau eine „dringend benötigte Maßnahme, nicht nur für Schmallenberg“, betont er.

Landtagsabgeordneter Matthias Kerkhoff: „Dadurch können wir die Region zukunftsfähig machen.“

>>>> INFO : Die Zahlen im Überblick

255 Kilometer Tiefbauarbeiten fallen im Zuge des Breitbandausbaus im Hochsauerlandkreis an.

60 Kilometer Oberirdische Leitungen werden bei der Maßnahme verlegt.

720 Kilometer Glasfaser verlegt die Telekom während des Breitbandausbaus im Hochsauerlandkreis.

175 Glasfaser-Netzverteiler werden während der Maßnahme in den förderfähigen Gebieten aufgestellt.

3500 FTTB-Anschlüsse (Glasfaser bis zum Gebäude) werden gelegt, davon betroffen sind 8 Gewerbegebiete mit rund 50 Unternehmen und 55 Schulen sowie 5460 Haushalte.

8 Kommunen (Arnsberg, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Meschede, Olsberg, Sundern und Winterberg) haben schon Gebiete mit FTTC-Technik (Glasfaser bis zum Verteiler) gefördert mit einem Landesprogramm ausgebaut.

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