Finanzen

Velmeder Schwimmbad soll 2020 aufgewertet werden

Das Velmeder Schwimmbad soll durch einen Anbau aufgewertet werden. Umgesetzt werden könnten die Pläne bereits im kommenden Jahr.

Das Velmeder Schwimmbad soll durch einen Anbau aufgewertet werden. Umgesetzt werden könnten die Pläne bereits im kommenden Jahr.

Foto: Archiv

Bestwig.  In Velmede soll das Schwimmbad aufgewertet werden. Umgesetzt werden könnten die Pläne des Fördervereins bereits im kommenden Jahr.

Der Förderverein der Wasserfreunde will das Velmeder Schwimmbad aufwerten. Wie Vorsitzender Winfried Gerold, der gleichzeitig Fraktionschef der CDU ist, im Haupt- und Finanzausschuss angekündigt hat, soll dort ein multifunktionaler Glasanbau entstehen.

175.000 Euro werde das Projekt nach aktuellen Schätzungen insgesamt kosten. 20.000 Euro davon kommen vom Förderverein selbst, weitere 20.000 Euro, so Gerold, könnten akquiriert werden. Zudem sei ein Förderantrag an die Bezirksregierung gestellt. Die Behörde habe bereits eine Förderung in Höhe von 65 Prozent in Aussicht gestellt. Damit bliebe eine Finanzierungslücke von gerade einmal 20.000 Euro.

Haushalt 2020: Einigkeit wie in Bestwig lange nicht mehr

Und die, so der Antrag der CDU zum Haushalt 2020, soll die Gemeinde Bestwig zu dem Vorhaben beisteuern. Bei der SPD stoßen diese Pläne auf Zustimmung. „Wir unterstützen das voll und ganz. Das Projekt ist gut für Bestwig und für die Bestwiger“, formulierte es SPD-Fraktionsvorsitzender Paul-Theo Sommer. Eine Umsetzung könnte im nächsten Jahr, spätestens aber in der ersten Hälfte des Jahres 2021 erfolgen.

Überhaupt herrscht in Sachen Haushalt - sehr zur Freude von Kämmerer Klaus Kohlmann und Bürgermeister Ralf Péus - Einigkeit wie lange nicht mehr. Das gilt im Großen und Ganzen auch für geplante Investitionen ins Schulzentrum, an dessen Veräußerung die Gemeinde aktuell arbeitet. Hier sieht der Haushalt für das kommende Jahr 140.000 Euro für den Bau eines Aufzugs zur Turnhalle und weitere 150.000 Euro unter anderem für einen kompletten Innenanstrich vor.

CDU und SPD einigten sich im Ausschuss darauf, diese Maßnahmen angesichts des bevorstehenden Verkaufs erneut zu diskutieren, wenn sie akut werden und vorerst die Folgenutzung abzuwarten. Ein Kompromiss. Wenn es nach der CDU gegangen wäre, wären die Maßnahmen vorerst komplett zurückgestellt worden, die SPD hätte sie lieber ohne das jetzige Fragezeichen im Haushalt belassen. „Das ist aber für uns kein Evangelium“, formulierte es SPD-Fraktionschef Sommer.

Hinweisschild am neuen Abschnitt der A46

Außerdem will die CDU am neuen Abschnitt der A46 ein großes touristisches Hinweisschild zum Schieferbergbau in Nuttlar platzieren. Aktuell wird an der neuen Strecke nur auf die Bruchhauser Steine hingewiesen. Ein Hinweis auf den Ramsbecker Erzbergbau findet sich bereits im alten A46-Abschnitt. Ein ähnliches Schild könnte es dann künftig auch für den Bergbau in Nuttlar geben. 14.000 Euro samt Planung und Entwurf würde das Aufstellen und die weitere Instandhaltung und Wartung eines solchen Schildes kosten. 8000 Euro, so schwebt es der CDU vor, soll die Gemeinde beisteuern. Für die restliche Summe, so Gerold, sollen Dritte bemüht werden, die am Ende entsprechend davon profitieren.

Ob aus dem Plan etwas wird, ist allerdings völlig offen. Das Verfahren sei sehr mühsam und umständlich, so Bürgermeister Péus. Diese Erfahrung habe die Verwaltung bereits beim Schild für den Ramsbecker Bergbau machen müssen. Für ein solches Projekt seien zig Behörden zu beteiligen, so Péus. Das gehe vom Landesbetrieb, über die Staatskanzlei und Tourismusverbände bis hin zur Bezirksregierung.

Auch Fort Fun hat einen Antrag gestellt

Und das sei längst nicht alles. Bei der Entscheidung gehe es am Ende darum, ob eine touristische Notwendigkeit für einen solchen Hinweise bestehe. Als Entscheidungsgrundlage müsse bereits im Vorfeld ein Standort benannt und ein Entwurf geliefert werden. Seines Wissens habe auch der Freizeitpark Fort Fun bereits einen solchen Antrag gestellt. „Aber einen Versuch“, so Péus, sei es allemal wert, so Péus zum Antrag der CDU. Weil auch die SPD die Idee gut findet, soll dafür Geld in Haushalt bereit gestellt werden.

  • Insgesamt 5,1 Millionen Euro an Investitionen sieht der Haushaltsentwurf der Gemeindeverwaltung für 2020 vor.
  • Den für 2020 prognostizierten Fehlbetrag von rund 160.000 Euro kann die Gemeinde mit einem Griff in die Ausgleichsrücklage ausgleichen. Damit gilt der Haushalt als fiktiv ausgeglichen.
  • Verabschiedet werden soll das Zahlenwerk in der Ratssitzung am 18. Dezember.
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