Nach Brandstiftung

Zerstörtes Heiligenhäuschen von Meschedern wieder aufgebaut

Wieder aufgebaut: Das durch Brandstiftung fast zerstörte Heiligenhäuschen an der Lagerstraße. 

Wieder aufgebaut: Das durch Brandstiftung fast zerstörte Heiligenhäuschen an der Lagerstraße. 

Foto: Jürgen Kortmann

Meschede.  Nach der Brandstiftung im Dezember steht das Heiligenhäuschen an der Lagerstraße in Meschede wieder. Die Stadt hat auch Pläne für das Umfeld.

Dank der Initiative einiger engagierter Mescheder steht das Heiligenhäuschen an der Lagerstraße unterhalb der Antoniusbrücke wieder - und zwar schöner als zuvor. Das Heiligenhäuschen an der Ecke Hilgenhövel war Anfang Dezember durch Brandstiftung fast völlig zerstört worden.

Die Stadt Meschede wird jetzt auch den gesamten Platz umgestalten, um ihn aufzuwerten. Das Heiligenhäuschen, das in der Vergangenheit ein wenig in die Vergessenheit geraten ist, rückt mehr in den Blickpunkt.

Parkplatz wird befestigt, Grünanlage entsteht

„Die ganze Fläche soll demnächst ansprechender wirken“, sagt Jörg Fröhling, Sprecher der Stadt Meschede. Bislang ist der Parkplatz neben dem Heiligenhäuschen eine unbefestigte Schotterfläche, die künftig befestigt wird.

Hinzu kommt eine neue Grünfläche rings um das Heiligenhäuschen. Der große Baum wird stehen bleiben. Die Arbeiten, die von der Stadtverwaltung gerade ausgeschrieben sind, sollen noch in diesem Jahr durchgeführt werden.

Das Heiligenhäuschen soll am Freitag, 27. September, feierlich geweiht werden. Das bestätigt Christoph Menke, CDU-Vertreter im Mescheder Stadtrat. Nach dem Brand im Dezember hatte die Stadt dafür geworben, dass sich Paten für einen Wiederaufbau finden müssten - sonst könnte der Fortbestand gefährdet sein. Menke und sein FDP-Kollege Dr. Jobst Köhne fanden sich sofort: „Wir wollten nicht, dass solch ein Kleinod verschwindet.“, sagt Christoph Menke. Sie begeisterten auch Handwerker und andere engagierte Mescheder wie Jörg Hohmann von der Bürgerstiftung und den Künstler Christoph Mause dafür.

An historischer Stelle

Die Unternehmer Klaus Burmann, Josef Berkenkopf, Friedel Bauer und Alexander Stappert errichteten das Häuschen neu, unterstützt vom Bauhof der Stadt.

Jetzt ist auch erstmals ein Kreuz auf dem Heiligenhäuschen. Aus dem Landes-Förderprogramm „Heimat-Scheck“, durch das kleinere Geschichts- und Traditionsprojekte gefördert werden, fließen 2000 Euro nach Meschede: Davon soll noch eine Infotafel zu dem Häuschen aufgestellt werden.

Das Heiligenhäuschen steht an einem für Meschede historischen Ort. Hier kreuzten sich zwei alte Handelswege, der Ruhrtalweg und der Soestweg. Bis zum Bau der Antoniusbrücke stand hier „Theinen Haus“, ein historisches Bauernhaus, das dann abgerissen wurde. Im Häuschen erinnert eine Figur an den Heiligen Antonius Eremit. Auch der Name der Antoniusbrücke erinnert daran.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben