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AfD: Bürgermeister-Kandidaten in Moers, Wesel und Dinslaken

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Foto: Markus Scholz / dpa

Moers/Kreis Wesel.  Im Frühjahr will sich die AfD im Kreis Wesel für die Kommunalwahlen aufstellen. Der Sprecher bestreitet eine Nähe zum völkisch-nationalen Flügel.

Die Alternative für Deutschland (AfD) im Kreis will bei der Kommunalwahl 2020 mit Bürgermeister-Kandidaten in Moers, Wesel und Dinslaken antreten. Das teilt der Sprecher der AfD im Kreis Wesel, Dr. Renatus Rieger (Moers) mit.

Ebenso strebe die AfD an, in allen Kommunen des Kreises Kandidaten für die Wahlbezirke und die Reserveliste zu benennen. Nach Angaben von Rieger und seinem Stellvertreter Sebastian Nehnes (Rheinberg) hat die AfD im Kreis Wesel zurzeit zirka 150 Mitglieder.

Rieger ist seit Mitte 2017 Sprecher des AfD-Kreisverbandes Wesel, Nehnes seit Mai 2018 sein Stellvertreter. Beide wurden zuletzt laut einer Mitteilung der Partei in diesem Oktober in ihren Ämtern bestätigt. Mit Blick auf seine Heimatstadt sagt Rieger: „Ich könnte mir vorstellen, in Moers als Bürgermeister-Kandidat für die AfD anzutreten.“ Endgültige Klarheit über diese und andere personelle Fragen soll eine Mitgliederversammlung im kommenden Frühjahr geben. Rieger hatte bereits 2017 Interesse an einer Landtagskandidatur, war aber wegen eines formalen Fehlers nicht zur Wahl zugelassen worden. Ob es bis zur Kommunalwahl am 13. September 2020 neue Ortsgruppen der AfD im Kreis geben wird, ist noch unklar, auch in Moers sei das geplant. Zuletzt hatte sich die Ortsgruppe Schermbeck wieder aufgelöst.

Rieger und auch Nehnes sehen Moers „auf dem absteigenden Ast“. Rieger: „Die Zone der Schwierigkeiten geht vom Bahnhof immer weiter in die Stadt bis zum Königlichen Hof. Hier geht es um Geschäftsstrukturen und Kriminalität.“ Dagegen sei der Klimanotstand für ihn kein Thema.

Zu Hinweisen, er stehe dem ultrarechten Spektrum der AfD nahe, sagt Rieger: „Wenn jemand in die völkische Richtung gehen würde, wäre das nicht unser Ding. Wir stehen in der AfD genau in der Mitte.“ Vom prominentesten Vertreter des AfD-Flügels, Björn Höcke, will Rieger sich allerdings nicht distanzieren.

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