Stadtentwicklung

Bürger wollen wissen, wie es in der Moerser City weitergeht

Hartmut Hohmann (l.) und Mark Rosendahl (Mitte) suchten den Dialog.

Hartmut Hohmann (l.) und Mark Rosendahl (Mitte) suchten den Dialog.

Foto: Christian Creon / FFS

Moers.  Die SPD-Fraktion hatte zu einer Informationsveranstaltung über die Pläne rund um den Kastellplatz geladen. Das Bürgerinteresse war groß.

Die Stadtentwicklung rund um den Kastellplatz war am Samstag Thema einer Informationsveranstaltung im Alten Landratsamt. Mark Rosendahl, Sprecher im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt (ASPU) führte gemeinsam mit Hartmut Hohmann, SPD-Ratsherr und langjähriger ASPU-Vorsitzender, durch den Tag. Das Bürgerinteresse war groß.

Thorsten Kamp, technischer Beigeordneter der Stadt Moers, machte zunächst deutlich, wie es in früheren Jahrhunderten rund um den Kastellplatz aussah. „Unter der Bodenschicht dürften noch meterhohe Mauerrelikte von früher zu finden sein“, schilderte Kamp. Die Pläne sehen vor, unter dem Kastellplatz eine große Tiefgarage von einem privaten Investor errichten zu lassen. Der Kastellplatz soll ein weitgehend autofreier, innerstädtischer Aufenthalts- und Veranstaltungsplatz und so übersichtlicher werden. Dafür sollen Königlicher Hof und Unterwallstraße an Platz gewinnen.

„Archäologische Gutachten und Bodengutachten sind in Auftrag gegeben, um die Bausituation zu prüfen“, erklärte Kamp. Das so genannte „Weiße Haus“ soll für das Schlosstheater saniert und umgebaut werden. Intendant Ulrich Greb ist von dem Vorschlag begeistert: „Wir hätten mehr Platz für unsere kulturelle Arbeit.“ Im Weißen Haus sollen die STM-Verwaltung, ein Spielort mit 150 Plätzen, die Theaterpädagogik samt Theaterwerkstätten sowie das Junge STM ihren Platz finden.

Wenn das Weiße Haus fertiggestellt ist, geht es ans Terheydenhaus. Das soll einer privaten Nutzung zugeführt werden.„Es ist ein Anbau ans Terheydenhaus geplant. Die Nutzung kann im Dienstleistungsbereich liegen“, erklärte Kamp. Der „Bügeleisen“ genannte Häuserblock entlang der Haagstraße soll eine Neuauflage erfahren. „Die gegenüber des Kastellplatzes liegende Hausreihe an der Haagstraße soll basierend auf dem Bügeleisen-Grundriss mit Mischnutzung aus Einzelhandel im Erdgeschoss und Wohnungen sowie Büros im Obergeschoss belebt werden“, so Rosendahl. Statt des Wendehammers sei die Ansiedlung von Geschäften oder Gastronomien denkbar. Für das Arbeitsamt soll eine adäquate Ersatzfläche geschaffen werden, so dass weiterhin eine zentrale Erreichbarkeit gewährleistet ist. Im nächsten Jahr könnten bereits erste Bauschritte gemacht werden. Vorschläge von Stadtplanern aus den Niederlanden gibt es bereits.

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