Verkehr

Busse sollen bei „Heimfahrten“ Länglingsweg in Moers meiden

Auf dem Länglingsweg in Moers-Schwafheim sind eine Menge Autos unterwegs. Eine Bürgerinitiative fordert bauliche Veränderungen und Tempo 30.

Auf dem Länglingsweg in Moers-Schwafheim sind eine Menge Autos unterwegs. Eine Bürgerinitiative fordert bauliche Veränderungen und Tempo 30.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Moers.  Die Bürgerinitiative Länglingsweg in Moers-Schwafheim klagt über viel Verkehr und viele Raser. In einem Teilbereich gibt es einen Fortschritt.

Die Bürgerinitiative Länglingsweg erneuert ihre Forderung, die Verkehrsbelastung dieser Straße in Schwafheim zu senken. Zumindest in einem Teilbereich scheint es einen Fortschritt zu geben.

In einem seiner „Vorort-Bürgergespräche“ machte die Initiative den Landtagsabgeordneten Ibrahim Yetim darauf aufmerksam, dass auch Fahrer der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) mit ihren Bussen die Abkürzung nach Feierabend nutzen, um in das Depot nach Duisburg zu kommen.

Nur in Ausnahmefällen dürfen Busfahrer abkürzen

Der SPD-Politiker erkundigte sich bei der DVG über den Sachverhalt. Laut Pressemitteilung von Yetim sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DVG angewiesen, ihre Direktfahrten zum Betriebshof über Rheinhausen steuern. Das Unternehmen kündigte an, das Fahrpersonal darauf noch mal explizit hinzuweisen. Auch den Fremdunternehmen auf dieser Strecke werde man verdeutlichen, dass bei Rückfahrten keine „Schleichwege“ genutzt werden dürfen, sondern sich jeder an die offiziellen und ausgeschilderten Umleitungsstrecken halten muss. Abweichungen seien aber hin und wieder möglich: Um Lenk- und Ruhezeiten einzuhalten, müssten die Fahrer laut DVG den kürzesten Weg in den Betriebshof wählen.

Sieben Unfälle in nur einem Jahr

Unterdessen schildert die Bürgerinitiative die Verkehrssituation auf dem Länglingsweg als stark belastend. In einem Brief an die Ratsfraktionen von SPD, Grünen und Grafschaftern heißt es, es gebe mehr ortsfremde Pkw und zu schnell fahrende Lastwagen, das Durchfahrtverbot werde täglich missachtet. Binnen eines Jahres hat die Initiative sieben Unfälle gezählt, so der Vorsitzende Jörg Wozniak auf Nachfrage der NRZ. Zuletzt habe sich am Mittwoch einen „schweren“ Unfall ereignet.

Dies sieht die Polizei allerdings anders, sie spricht auf Anfrage von einem „leichten“ Unfall mit drei leicht Verletzten. Passiert sei er, weil ein Autofahrer an einem Hindernis ausgewichen sei, statt den Gegenverkehr durchzulassen. (wit)

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