Pfingsten

Das Moers Festival kommt zurück in die Stadt

Friseur-Meister Jürgen Golombek (links) und sein Bruder Wolfgang von der „Haarschneiderei“ an der Kirchstraße werden Gastgeber sein beim Moers Festival. Der künstlerische Leiter Tim Isfort (Mitte) und Claus Arndt (rechts), Geschäftsführer der Moers Kultur GmbH, freuen sich drauf.

Foto: Christoph Karl Banski

Friseur-Meister Jürgen Golombek (links) und sein Bruder Wolfgang von der „Haarschneiderei“ an der Kirchstraße werden Gastgeber sein beim Moers Festival. Der künstlerische Leiter Tim Isfort (Mitte) und Claus Arndt (rechts), Geschäftsführer der Moers Kultur GmbH, freuen sich drauf. Foto: Christoph Karl Banski

Moers.   Die neuen Festival-Macher planen Kunst und Konzerte bei freiem Eintritt im Park und in der Moerser City. Mit dabei: ein Burger-Brater und ein Friseur.

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Bis der erste Ton beim 46. Moers Festival gespielt wird, vergehen noch sechs Wochen. Fest steht aber schon jetzt: Das neue Team um den künstlerischen Leiter Tim Isfort und Geschäftsführer Claus Arndt drückt der Traditionsveranstaltung seinen Stempel auf.

Sicher, das Zentrum bleibt die Halle am Solimare. Doch mit 25 Konzerten und Aktionen bei freiem Eintritt im Park und der Innenstadt kommt das Moers Festival Pfingsten 2017 in die Stadt zurück.

Nicht nur an den üblichen Orten spielen

Da gibt es Auftritte von Künstlern aus dem Hauptprogramm in Geschäften. Bis jetzt stehen sieben Spielorte – unter anderem ein Burgerbrater und ein Friseur – fest. Weitere sollen folgen: „Wir wollen nicht nur an den üblichen Orten spielen“, sagt der künstlerische Festivalleiter Tim Isfort und ermutigt ausdrücklich Kneipiers und Geschäftsinhaber, sich beim Festivalbüro zu melden. „Moersify“ nennt sich die Reihe, die dazu beitragen soll, die Menschen der Grafenstadt mit dem „Moers-Festival-Virus“ zu infizieren.

Weitere Spielorte für Konzerte und Sessions sind Kino und Kirchen, Schulen und Schlosstheater, Rathaus, Peschkenhaus und Bollwerk. Ein Schwerpunkt der Innenstadt-Konzerte wird die Röhre an der Weygoldstraße sein, wo am Pfingstmontag das Festival endet. Ganz am Anfang können die Moerser schon ein Spektakel erleben: Am 1. Juni ziehen australische Riesenmarionetten, begleitet von kongolesischen Blechbläsern, durch die City. Finanziert wird diese Aktion durch die Standort- und Immobiliengemeinschaft.

Vom Händlermarkt zum Dorfplatz

Auch in den Park will das Festival zurückkehren. Auf der Wiese bei den Maulwurfshügeln werden Liedermacher auftreten, ein anderer Teil wird zum Tummelplatz für Kunstaktionen, hinter dem einen oder anderen Baum wird das Enni-Piano-Mobil Passanten auflauern.

Auf Nepix Kull gibt es ein eigenes kleines Festival mit Lagerfeuer-Konzerten und einer Open-Air-Party, Künstler des „Seewerks“ zeigen Skulpturen und Installationen.

Kleine Bühne auf dem „Dorfplatz“

Veränderungen auch am Händlermarkt an der Festivalhalle, der von Isfort & Co. zum „Dorfplatz“ umbenannt worden ist: Hier soll eine kleine Bühne entstehen, auf der mindestens ein Dutzend Bands auftreten werden. Kinder können sich an Instrumenten ausprobieren, drumherum wächst das „Dorf“ mit Getränke- und Imbissständen sowie Sitzgelegenheiten. Tim Isfort: „Wir wollen die Aufenthaltsqualität auch für die Festivalbesucher ohne Ticket erhöhen.“

Dazu könnte ein besonderes, ernst gemeintes Angebot beitragen: Wer mit dem Pferd zum Festival kommt, erhält zwei Getränke seiner Wahl gratis.

Gesucht: Helfer, Spezialitäten und Teppiche

Das Moers Festival sucht ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Das reicht vom Karten abreißen übers Flyer verteilen bis Plakate hängen, Auf- und Abbauen von Zelten, Bierzeltgarnituren und Stühlen bis zum Grillen.

Die Festivalmacher freuen sich auch über selbstgebackene Kuchen, Eintöpfe oder sonstige niederrheinische Spezialitäten, mit denen Moers die Künstler aus aller Welt willkommen heißen kann. Gesucht werden zudem schöne alte Teppiche für die Bühne der Festivalhalle. Helfer melden sich im Festivalbüro unter 02841/ 36 73 675 oder per E-Mail an eva.marxen@moers-festival.de.

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