Stadtentwicklung

Der Park am Tor Ost in Kamp-Lintfort ist weg, Wohnraum kommt

Rundgang über das Baugelände Tor Ost mit Dezernent Martin Notthoff (Mitte). Hier entsteht bezahlbarer Wohnraum und durch die erste Klimaschutzsiedlung in Kamp-Lintfort ein Vorzeigeprojekt.

Rundgang über das Baugelände Tor Ost mit Dezernent Martin Notthoff (Mitte). Hier entsteht bezahlbarer Wohnraum und durch die erste Klimaschutzsiedlung in Kamp-Lintfort ein Vorzeigeprojekt.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Am Tor Ost entsteht die erste Klimaschutzsiedlung Kamp-Lintforts. Drei Wohnblocks mit geförderten Wohnungen werden gebaut, die was hermachen.

Der kleine Park an der Moerser Straße, Ecke Rheinstraße, ist weg. Die Zahl der Bäume stark dezimiert, das Grundstück verwildert vor allem Gassi-Gänger bedauern das. Da fragt sich mancher, was da jetzt passiert. Grund genug für René Schneider (SPD-Landtagsabgeordneter) und Jürgen Preuß (SPD-Fraktionsvorsitzender), die Bürger zum Ortstermin einzuladen. Mit von der Partie

war auch Dezernent Martin Notthoff. Der erklärte den interessierten Kamp-Lintfortern, dass die Stadt das Grundstück an einen Investor verkauft habe, der dort geförderte Wohnungen errichten will, die „schön, modern und hochwertig“ sein wollen. Baubeginn solle im September angepeilt sein, Ende 2020, Anfang 2021 sollen die ersten Mieter kommen können. Notthoff nannte die Neubauten ein „zukunftsweisendes Projekt“, denn hier entstehe die „erste Klimaschutzsiedlung Kamp-Lintforts“. Der Investor Philip Janssen erläuterte: „Hier entstehen Häuser nach dem KfW-Effizienz­haus 40-Standard.“ Martin Notthoff übersetzte: „Quasi Null-Energie-Häuser.“ Damit die gute Dämmung und die Schallschutzverglasung nicht zu Schimmel führen – „Das ist ja immer ein Problem zwischen Mietern und Vermietern“, weiß Janssen – gibt es eine kontrollierte Belüftung.

Auf dem Areal sollen drei viergeschossige Wohnblöcke mit Staffelgeschoss entstehen mit jeweils 20 geförderten und drei nicht geförderten Wohnungen Geheizt wird mit Gas. „Das hört sich vielleicht nicht so fortschrittlich an, Aber ich habe schon viel probiert. Alles andere hat nicht funktioniert. Damit war ich nicht ansatzweise zufrieden“, erläuterte Janssen. Die

von Notthoff benannte „Hochwertigkeit“ belegte er damit, dass die Häuser geklinkert, dass Fußböden entweder mit Fliesen oder Click-Vinyl ausgestattet werden und fast alle Wohnungen ein Badezimmer mit Fenster bekämen. Rollläden werde es auch geben. „Das habe ich in Moers mal ohne versucht, aber festgestellt, das war eine dumme Idee“, sagt Janssen. Die Bauten werden barrierearm sein Zu jeder Wohnung gehört ein Balkon und ein Stellplatz für 25 Euro im Monat.

Die Wohnungen selbst werden zwischen 50 und 60 Quadratmetern groß sein, inklusive einem Keller-Ersatzraum. Die nicht geförderten Wohnungen im Staffelgeschoss sind mit um die 80 Quadratmeter etwas größer. „Die Miete wird 5,70 Euro plus 30 Cent Passivhaus-Gebühr betragen. Das ist nicht so niedrig, aber die niedrigen Nebenkosten fangen das auf“, versicherte der Investor.

Die Frage nach der Wohnberechtigung beantwortet der gebürtige Gocher so: „Ich gehe davon aus, dass 70 Prozent der Kamp-Lintforter hier einziehen könnten.“

Genauere Infos zur Wohnberechtigung: https://www.kamp-lintfort.de/de/dienstleistungen/wohnberechtigungsschein/. Mehr zum Projekt oder Reservierungen unter www.janssenimmo.de

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