Lesen

Erfolgreiche Premierenlesung für Kamp-Lintforter Autorin

Erst die Lesung, dann die Signierstunde: Henrike Scriverius in der Mediathek.

Erst die Lesung, dann die Signierstunde: Henrike Scriverius in der Mediathek.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Premiere in der Mediathek: Henrike Scriverius stellt ihren Debütroman „Die Gärten von Monte Spina“ vor – und kündigt nächsten Roman an.

Mediathek-Leiterin Katharina Gebauer brachte es auf den Punkt: „So ein volles Haus hatten wir seit der Eröffnung nicht mehr.“ Die Kamp-Lintforterin Henrike Scriverius, Landschaftsarchitektin und seit kurzem auch Buchautorin, hatte am Mittwochabend zur Premierenlesung ihres im Verlag Droemer-Knaur erschienenen Debütromans „Die Gärten von Monte Spina“ (die NRZ berichtete) geladen und schon lange vor dem Erscheinen ihres Buches für eine restlos ausverkaufte Veranstaltung in der Mediathek gesorgt.

„Es gibt immer Sternstunden in meinem Beruf“, sagte Christine Steffen-Reimann, Lektorin bei Droemer-Knaur, zum Auftakt ihrer Anmoderation. „Und als ich das Manuskript von Henrike Scriverius auf den Tisch bekam, war so eine. Ich habe angefangen und konnte nicht mehr aufhören.“

Debütroman als Spitzentitel gelistet

Das Lob der Lektorin kommt nicht von ungefähr: Die Geschichte um Gärtnerin Toni, die sich nach dem Tod ihres Mannes auf einer kleinen Insel vor Lanzarote als Gärtnerin verdingt und dort die Bekanntschaft des ebenso schroffen wie seltsam faszinierenden Inselbesitzers Max Bror macht, hat der Verlag in seinem Herbstprogramm in der Sparte Belletristik als Spitzentitel gelistet.

Warum Gärten für sie persönlich, aber auch in ihrem Roman eine so große Rolle spielen, flocht Henrike Scriverius auf unterhaltsame Weise in ihre Lesung ein. Sie nahm ihre Gäste zwischen den ausgewählten Roman-Kapiteln mit auf eine Bilder-Reise in englische Gärten und auf die vom spanischen Künstler César Manrique an vielen Orten so markant gestaltete Kanareninsel Lanzarote. Appetit auf mehr Bilder im Kopf weckten aber auch die vorgelesenen Passagen, in denen die Zuhörer Toni und den Hauptfiguren des Romans begegnen und einen ersten Blick in die Gärten von Monte Spina werfen konnten.

Eine intuitive Schreiberin

Im abschließenden Interview verriet die Autorin nicht nur einiges über die Entstehungsgeschichte des Romans, sondern ebenso, dass einiges von ihr selbst in ihrer Hauptfigur Toni steckt. „Das passiert automatisch, wenn man in der Ich-Form schreibt“, sagte Scriverius: „So ganz habe ich mich aber nicht preisgegeben.“

Sie sei eine intuitive Schreiberin, verwende viel Zeit für die Herausbildung ihrer Figuren und schreibe gerne nachts, verriet die 46-Jährige außerdem: „Dann habe ich die Muße zu schreiben.“ Inzwischen arbeitet sie bereits an ihrem nächsten Roman, Toni und Max Bror müssen Platz machen: „Es gibt neue Figuren, die bearbeitet werden wollen.“

Henrike Scriverius: Die Gärten von Monte Spina. Droemer TB, ISBN: 978-3-426-30758-8; 14,99 Euro.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben