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Hochschule Rhein-Waal wieder als Fairtrade-Uni zertifiziert

Der Campus Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal

Der Campus Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort/Kleve.  Auf dem Campus in Kamp-Lintfort und in Kleve können Studierende verschiedene Fairtrade-Produkte kaufen. Auch in der Lehre ist fairer Handel Thema.

Im Jahr 2017 als erste Hochschule in Nordrhein-Westfalen mit dem Titel Fairtrade University ausgezeichnet, stand für die Hochschule Rhein-Waal nun die Rezertifizierung an. Dafür musste sie nachweisen, dass die fünf Kriterien – vom Präsidiumsbeschluss über die Erweiterung des Angebotes von fair gehandelten Produkten auf dem Campus bis hin zu Veranstaltungen und Aktionen zum Thema – weiterhin erfüllt werden. Diesen Nachweis hat die Hochschule Rhein-Waal jetzt erbracht. So werden in der Mensa, bei Veranstaltungen und in den Verkaufsautomaten Fairtrade-Produkte angeboten. Der hochschuleigene Merchandising Shop beinhaltet faire Kleidung und es fanden zahlreiche Veranstaltungen zum Thema fairer Handel statt.

Faire Produkte auf der Mini Maker Faire in Kamp-Lintfort

Koordiniert werden die Aktivitäten von einer eigens dafür gebildeten Steuerungsgruppe. So batikten Studierende beispielsweise faire Taschen und informierten über fairen Handel auf der Mini Maker Faire in Kamp-Lintfort. Beim Festival of Sustainability organisierten Studierende in Kleve eine Podiumsdiskussion zum nachhaltigen Lieferketten-Gesetz. Auch in der Lehre wird das Thema behandelt. In dem interdisziplinären Projekt „Fairness and Trade“ beispielsweise untersuchten Studierende, ob und wie sich die UN-Ziele zur Nachhaltigkeit sowie die Prinzipien der Global Reporting Initiative auf Fairtrade-Zertifizierungen und zertifizierte Unternehmen anwenden lassen.

Mit der Rezertifizierung bestätigt die Hochschule Rhein-Waal ihr Engagement im fairen Handel. „Wir sind stolz auf diese Auszeichnung und freuen uns, dass insbesondere das große Engagement unserer Fairtrade Studierendengruppe hiermit gewürdigt wird“, betont Professorin, Dr. Irmgard Buder, Professorin für erneuerbare Energien und Electro Mobility, die sich als professorales Mitglied in der Fairtrade Steuerungsgruppe engagiert. „Wir verstehen den Titel aber auch als Aufforderung und Verpflichtung zugleich, unser Bewusstsein für die Sache weiter zu schärfen und uns an der Hochschule Rhein-Waal noch stärker für mehr Fairness im Handel einzusetzen“, ergänzt Kanzler Michael Strotkemper und bedankt sich ausdrücklich bei der Steuerungsgruppe für ihr Engagement.

Dem Beispiel der Hochschule Rhein-Waal sind in Nordrhein-Westfalen andere Hochschulen gefolgt. Inzwischen wurden sieben Hochschulen in dem Bundesland ausgezeichnet. Deutschlandweit tragen mittlerweile 30 Hochschulen diesen Titel. Als Fairtrade-Universities gelten Hochschulen, die sich aktiv für die Förderung des fairen Handels einsetzen und vom gemeinnützigen Verein TransFair entsprechend ausgezeichnet werden.

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