Dong Open Air

So läuft der Freitag beim Dong Open Air in Neukirchen-Vluyn

Die Zeltstadt. Dunkle Wolken schocken hier niemanden.

Die Zeltstadt. Dunkle Wolken schocken hier niemanden.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Tag Zwei auf dem Dong-Open-Air 2019 in Neukirchen-Vluyn: Zehn Bands rockten auf der Halde. Veranstalter Stephan Liehr zieht eine erste Bilanz.

Der Boden wird matschiger, die Stimmen heiser und die Laune der Heavy-Metal-Fans immer besser: Tag zwei der 19. Auflage des Dong-Open-Air-Festivals (DOA) hat mit zehn weiteren Bands wieder ein umfangreiches Bühnenprogramm mit jeder Menge Metal-Musik versprochen. Auch die letzten Nachzügler schleppten am Freitag noch ihr Campinggepäck fürs Wochenende die Halde Norddeutschland hoch.

Musikalisch ging es schon am frühen Mittag los. Snakebite, Victim oder Dog Eat Dog traten auf. Schlag auf Schlag ging es den Tag über weiter: Nach kurzen Umbaupausen stand schon die nächste Band auf der Bühne.

Deathcode Society vertrat wohl die Art von Metal, die sich die meisten unter dieser Musik vorstellen: Es war laut, es wurde geschrien, es wurde gefeiert. Die fünf Musiker aus Südfrankreich und Großbritannien gaben sich voll und ganz dem Apocalypse-Metal hin, der stark von expressionistischer, orchestraler und vokaler Musik beeinflusst war. Neben symphonischen Passagen mit mehrstimmigen Chorarrangements bestimmten Gitarren und ein treibender Bass die Songs.

„Habt ihr noch Bock?“, fragte The Crimson Ghosts-Sänger die bereits jubelnden Besucher am Nachmittag. Was für eine Frage, natürlich hatten sie das und schon wurde zum nächsten Song gerockt. Die Band spielte eine Mischung aus düsterem Metal und Horrorpunk.

Weiter ging es mit Impureza. Ein langes Instrumentalsoli stimmte auf den Auftritt ein. Mit tiefer, leicht krächzender Stimme sang der Frontmann die Death-Metal-Songs. Sie ähnelten eher einem Sprechgesang. Marc war begeistert. „Das ist das beste Dong, was ich bisher je besucht habe“, sagte er. Der 38-Jährige muss es wissen, schließlich besucht er das Festival zum elften Mal in Folge. Auch Veranstalter Stephan Liehr zog ein erstes positives Zwischenfazit. „Es läuft sehr gut. Alle Bands sind da und die Stimmung ist super. Ich habe aber auch nichts anderes erwartet. Die Metal-Fans wissen, wie man ausgelassen und anständig feiert.“

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