Wirtschaft

Unternehmen am Niederrhein fordern schnelleren Netzausbau

Die Firmen sagen, der Netzausbau müsse schneller gehen.

Die Firmen sagen, der Netzausbau müsse schneller gehen.

Foto: Foto: Guido Kirchner / dpa

Am Niederrhein.  44 Prozent von 300 befragten Firmen am Niederrhein sind unzufrieden mit dem Breitbandausbau. Daraus resultiert eine ganze Reihe von Sorgen.

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Eine Umfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK) zum Thema Breitbandausbau zeigt: 44 Prozent der rund 300 befragten Unternehmen am Niederrhein sind unzufrieden mit dem Netzausbau. Gleichzeitig steigt der Bedarf an hochleistungsfähigen Glasfasernetzen weiter an.

Mit Blick auf das Ziel des Gigabit-Masterplans, bis 2022 alle Gewerbegebiete mit Glasfaseranschluss zu versorgen, fordert die IHK den Breitbandausbau weiter zu beschleunigen. Bei rund 36 Prozent der Betriebe liege die Versorgung aktuell noch unter 50 Megabits pro Sekunde, so die IHK in einer Pressemitteilung. „Wir müssen unsere Zukunft schneller in die Erde bringen. Der Breitbandausbau in Deutschland hat zu lange stagniert. Wir brauchen einen flächendeckenden Ausbau mit Glasfasernetzen“, fordert Nadine Budde, Referentin für Digitalisierung und Innovation.

Viele fürchten, dass ihr Wachstum begrenzt wird

Mit der zunehmenden Digitalisierung der Unternehmen werde der Bedarf in den nächsten fünf Jahren weiter steigen: 25 Prozent der befragten Betriebe erwarten einen moderaten Bedarfszuwachs auf bis zu 100 Megabits pro Sekunde, 41 Prozent geben sogar an, dass ihr Bedarf in Zukunft auf bis zu 500 Megabits pro Sekunde oder mehr steigen werde, heißt es weiter.

Die Konsequenzen einer dauerhaft zu niedrigen Versorgung liegen für die meisten Betriebe auf der Hand, berichtet die IHK: Knapp ein Drittel der Befragten befürchten, ihre Innovationsfähigkeit und ihr Wachstumspotenzial nicht ausschöpfen zu können. Fast zwei Drittel der Befragten sehen den Einsatz zukunftsweisender Anwendungen wie beispielsweise Cloud-Computing oder Industrie-4.0-Anwendungen gefährdet.

Höhere Bandbreiten sind erforderlich

„Die Sorge der Betriebe ist durchaus berechtigt“, weiß Budde. „Für die Nutzung neuer Technologien wie zum Beispiel Big Data, Algorithmen und künstliche Intelligenz ist eine leistungsfähige Netzinfrastruktur die Basis. Wer auch künftig im Wettbewerb bestehen will, braucht für viele Anwendungen und Geschäftsmodelle höhere Bandbreiten.“ Hochleistungsfähige Breitbandnetze seien Voraussetzung, um die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren.

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