Stadtentwicklung

Wie sich Kamp-Lintfort für die Zukunft aufstellen will

Bürgermeister Christoph Landscheidt, links, und Andreas Iland. Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Bürgermeister Christoph Landscheidt, links, und Andreas Iland. Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Andreas Iland will als Wirtschaftsförderer Kamp-Lintfort weiter voran bringen. Ein Herzensprojekt bringt er noch von der Laga mit.

Andreas Iland ist bestens in der Lage, Kamp-Lintfort nach außen hin gut zu verkaufen. Das hat er spätestens als Planer für die Landesgartenschau bewiesen. Jetzt kann der 44-jährige Familienvater mit Wohnsitz in Wesel nahtlos an seinen Erfolg anknüpfen. Er tritt die Nachfolge von als Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing an: "Es freut mich, dass es hier jetzt weitergeht", sagte Iland bei seiner Vorstellung im Rathaus.

Komplimente zum Amtsantritt gab es von Kamp-Lintforts Bürgermeister Christoph Landscheidt: "Bei der Landesgartenschau hat Andreas Iland gezeigt, wie man erfolgreich und reibungslos Großprojekte stemmt. Diese Expertise brauchen wir nun auch für die Leitung der Wirtschaftsförderung." Er sei sehr froh, dass mit Iland "ein Eigengewächs" diese wichtige Funktion besetze: "Wirtschaftsförderung ist Netzwerkarbeit. Viele, mit denen er zusammenarbeiten wird, kennen ihn bereits."

Andreas Iland ist studierter Raumplaner und arbeitet seit 2007 bei der Stadt Kamp-Lintfort. Seine erste Mammutaufgabe schon damals: der Masterplan für das Bergwerk West. Folgerichtig war Iland auch der Mann bei der Wirtschaftsförderung, der bei der erfolgreichen Bewerbung für die Landesgartenschau den Hut auf hatte, im Anschluss als Prokurist bei der Landesgartenschau GmbH mitverantwortlich für die war und nun die GmbH mit abwickelt.

Drängendes Thema: Neue Gewerbeflächen

Genug zu tun für einen Wirtschaftsförderer gibt es aber auch nach der Landesgartenschau. Wer glaube, weil Kamp-Lintfort in den letzten Jahren viel erreicht habe, sei nun nichts mehr zu tun, denke zu kurz, mahnte der Bürgermeister: "An vielen Stellen geht es jetzt erst richtig los."

"Nach der Laga ist vor dem neuen Stadtquartier", bringt Iland den Blick nach vorn auf den Punkt. Zudem gebe es mit der Entwicklung der Gewerbeflächen ein "drängendes Thema", das man angehen müsse. Und das Iland aktuell als seine größte Herausforderung betrachtet. Die Stadt benötige dringend neue Flächen, so der Wirtschaftsförderer: "Es tut einem in der Seele weh, wenn Anfragen kommen und man sie nicht befriedigen kann."

Anfragen für Flächen kommen laut Landscheidt sowohl aus dem Logistikbereich, als auch aus dem klassischen Gewerbe. Abhilfe sollen in Zukunft der Ausbau des Kooperationsstandorts Rossenray und die Erweiterung des Gewerbegebietes Nord Kamperbruch schaffen. Für Rossenray rechnet Landscheidt mit einem Zeitplan von zwei bis fünf Jahren, für das Gebiet im Kamperbruch nannte er noch keinen Zeitrahmen.

Den Tourismus ankurbeln

Ankurbeln will Iland auch den Tourismus. Nach der Laga sei nun genau der richtige Zeitpunkt, um daran anzuknüpfen, glaubt der Amtsleiter. Er will Kamp-Lintfort zu einem "attraktiven Reiseziel am Niederrhein" entwickeln. "Kamp-Lintfort hat mit der Landesgartenschau gezeigt, wie der Dreiklang aus Kloster, Kohle und Campus hunderttausende Besucher nach Kamp-Lintfort lockt. Diesen Schwung wollen wir nun auch für die Zukunft mit einem mitnehmen." Besonders am Herzen liegt ihm dabei der Zechenpark.

Der Aufgabenbereich, der auf den 44-Jährigen wartet, ist groß: Als Amtsleiter ist er nicht nur für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing zuständig, sondern auch für Liegenschaften und Pressestelle verantwortlich. "Aber dieser Gemischtwarenladen macht es ja gerade spannend", sagt Iland.

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