Gänsediebstahl

Zehn Gänse sind in Neukirchen-Vluyn spurlos verschwunden

Dieses Tor ist fuchssicher, sagen Sigrid und Friedrich.Karl Pelles.

Dieses Tor ist fuchssicher, sagen Sigrid und Friedrich.Karl Pelles.

Foto: Harry Seelhoff

Neukirchen-Vluyn.   Zehn Legegänse sind aus dem Gehege der Familie Pelles an der Nieper Straße gestohlen worden. Fest steht: Es war garantiert nicht der Fuchs.

Nein, es war wohl kein Fuchs, der in diesem Fall die Gans gestohlen hat. Oder, genauer gesagt, zehn Gänse, denn die fehlen seit der Nacht zu Freitag im Gehege der Familie Pelles an der Nieper Straße. Dass es sich bei dem Täter nicht um einen vierbeinigen Räuber, sondern vielmehr um einen zweibeinigen Dieb handeln muss, liegt nach Betrachtung des Tatortes klar auf der Hand.

Wäre wirklich ein Fuchs der Täter, dann müsste der schon recht ausgefuchst sein. Denn die beiden Tore, die den Zugang zum Gänsegehege versperren, sind mit massiven Riegeln gesichert. Da sich im Gehege zudem weder Federn noch Blut fanden, schließt Familie Pelles aus, dass sich ein Raubtier aus der Gänseschar bedient hat.

Selbst haben die Familienmitglieder nichts von dem nächtlichen Diebstahl bemerkt; die Schlafzimmer liegen auf der anderen Seite des Gebäudes. Zwar liegen schon ein paar Meter zwischen dem Gänsegehege und dem nächsten Hof auf der anderen Straßenseite, aber ganz so einsam ist es an der Nieper Straße denn doch nicht.

Es ist nicht nur der finanzielle Verlust

Schließlich sei sie die Zubringerstraße zur Autobahn und somit stark befahren, meint Friedrich-Karl Pelles. Da könnte einem Autofahrer ein verdächtiges Fahrzeug am Straßenrand gewiss auffallen. Denn auf das Grundstück gefahren ist niemand – auf dem weichen Boden wären sonst Reifenspuren zu sehen.

Dass man in einem Kleinwagen zehn Gänse abtransportieren kann, glaubt Pelles auch nicht. Ganz abgesehen davon, dass sich der Dieb mit Gänsen werde auskennen müssen, um einen schnellen Abtransport zu gewährleisten. Zehn Tiere steckt man nicht mal eben in eine Einkaufstasche. Daher hält es die Familie für unwahrscheinlich, dass der Diebstahl zur Tageszeit unbemerkt über die Bühne hätte gehen können.

Für Sigrid Pelles ist es nicht allein der finanzielle Verlust, der schmerzt. 22 Gänse hatte sie mit der Hand aufgezogen, und nun sind zehn von ihnen verschwunden. Es sind Legegänse, die zum ersten Mal Eier legen, die in den Verkauf gehen sollten. Die Tiere sind weiß, ein bis zwei Jahre alt und teilweise am Fuß rot beringt.

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