Bauernproteste

Bauern aus Mülheim und Essen planen Mahnfeuer am Buchholzhof

Nach den großen Traktor-Konvois - hier auf dem Berthold-Beitz-Boulevard in Essen - wollen die Landwirte jetzt mit Mahnfeuern an ihre Forderungen erinnern.

Nach den großen Traktor-Konvois - hier auf dem Berthold-Beitz-Boulevard in Essen - wollen die Landwirte jetzt mit Mahnfeuern an ihre Forderungen erinnern.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Ein Mahnfeuer wollen Landwirte aus Mülheim und Essen am Samstag am Buchholzhof entzünden. Damit setzen sie ihre Proteste fort.

Mülheim/Essen. Die großen Traktor-Konvois Anfang vergangener Woche sind gelaufen, die protestierenden Landwirte lassen nicht locker. Am Samstag sind in ganz Deutschland Mahnfeuer geplant - auch Bauern aus Mülheim und Essen wollen nachlegen.

Erwartet werden 40 bis 50 Bauern aus beiden Städten

Stattfinden soll die gemeinsame Aktion am 7. Dezember in der Zeit von 17 bis 18 Uhr auf dem Gelände des Buchholz-Hofes, Ecke Meisenburgstraße. „Wir wollen unsere Forderungen aus der Traktorprotesten bekräftigen“, erklärt der Mülheimer Landwirt Hermann Terjung, einer der Organisatoren.

Der Treffpunkt liegt genau an der Grenze zwischen Mülheim und Essen. Nach jetzigem Stand werden 40 bis 50 Bauern aus beiden Städten erwartet, um mit Traktoren, Transparenten und Feuerschein auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. „Wir Landwirte lehnen die Forderungen nach mehr Umweltschutz nicht ab“, betont Terjung, „aber was zum Teil gefordert wird, ist für viele Betriebe existenzbedrohend. Das muss in irgendeiner Weise abgepuffert werden.“

Glühwein und Mettwurst auf die Hand

Ursprünglich sollte am Buchholz-Hof ein größeres Feuer entzündet werden, dies hat die Stadt Mülheim als zuständige Behörde jedoch nicht genehmigt. „Wir werden zumindest Fackeln aufstellen“, kündigt Jochen Unterhansberg an, Hausherr auf dem Buchholz-Hof. „Auch Glühwein gibt es und eine Mettwurst auf die Hand.“ Gäste, die sich für die Sichtweise der Bauern interessieren, sind ausdrücklich willkommen. „Wir möchten mit der Aktion zeigen, dass wir nach wie vor da sind und an den politischen Diskussionen beteiligt werden wollen.“

Die Bauernproteste werden durch ein neu geschaffenes Netzwerk bundesweit organisiert: „Land schafft Verbindung“. Sie richten sich gegen die geplanten Agrarreformen des Bundesregierung mit Auflagen, die die Landwirte für höchst problematisch halten. Im Zuge der Proteste hat es auch schon zahlreiche Mahnfeuer gegeben, beispielsweise in der Eifel.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben