Mölmsche Woche

Flughafen-Investition: Schneller als jeder träge Masterplan

 

 

Mülheim.  Die WDL-Gruppe möchte zwölf Millionen Euro am Flughafen für einen Neubau mit neuen Jobs investieren. Diese Chance sollten die Städte nutzten.

Während die Tengelmanngruppe sich vielleicht scheibchenweise aus Mülheim verabschiedet, setzet ein anderes, alteingesessenes Unternehmen auf Expansionskurs. Die WDL-Gruppe plant eine gläserne Luftschiffhalle sowie einen Neubau mit neuen Arbeitsplätzen. Wer die umtriebigen Geschäftsführer kennt, der muss davon ausgehen, dass sie bereits Kontakte geknüpft haben – zu Firmen, die diesen Neubau an der Lilienthalstraße beziehen wollen. Eine Investition von zwölf Millionen Euro aus der Firmenkasse ist kein Pappenstiel.

Das Mülheimer Flughafenareal ist attraktiv für Firmen

Das Flughafenareal ist attraktiv für Firmen. Es hat gute Verkehrsanbindungen – auf der Straße und in der Luft. Die Initiative der WDL-Gruppe könnten sich weitere Firmen am Flughafen anschließen und ebenfalls für sich und die Stadt in die Zukunft denken. Damit könnten sie ihren angestammten Firmensitz ausbauen und zukunftssichere Arbeitsplätze in der Stadt ansiedeln. Das können Unternehmen schneller verwirklichen als jeder träge Masterplanprozess.

Daher sollten Wirtschaftsförderer, Planungsdezernenten und die Räte von Mülheim und Essen ohne begrenzende Vorgaben den Masterplan zügig vorantreiben. Dauert das Projekt zu lange, sind vielleicht die besten Chancen vertan, das Flughafengelände für neue Jobs, Steuereinnahmen und ein ökologisch wertvolles Stadtklima zu entwickeln. Bremser, die auf den Ist-Zustand beharren, helfen dabei nicht.

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