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Fristablauf: Zwei Kandidaten wollen Mülheims SPD-Chef werden

Mülheims SPD sucht in stürmischen Zeiten einen neuen Parteivorsitzenden.

Mülheims SPD sucht in stürmischen Zeiten einen neuen Parteivorsitzenden.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Mülheim.  Die Frist ist abgelaufen. Für den Job des Parteivorsitzenden in Mülheims zerstrittener SPD stellen sich zwei Bewerber aus der jungen Generation.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist steht fest: Es gibt zwei Kandidaten für den vakanten Parteivorsitz in Mülheims SPD: Sina Breitenbruch-Tiedtke (35) und Rodion Bakum (28).

Das bestätigte am Dienstagmorgen der stellvertretende Parteivorsitzende Cem Aydemir, der die Partei seit September 2018 kommissarisch führt, seitdem OB Ulrich Scholten sein Amt als Parteichef im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen ihn ruhen lässt. Aydemir selbst hatte zunächst angekündigt, sich am 28. September auf dem Parteitag zur Wahl stellen zu wollen. Wegen der parteiinternen Querelen um den Umgang mit OB Scholten hat er allerdings Abstand davon genommen.

Nominierung durch Ortsverein oder Unterschriftenliste nötig

Nun aber treten Sozialpolitiker Bakum und EU-Kandidatin Breitenbruch-Tiedtke gegeneinander an. Laut Aydemir gilt für beide die Frist, bis zum 14. August entweder eine Nominierung durch einen Ortsverein vorzuweisen oder aber eine Liste mit Unterstützern aus der Mitgliederschaft, die das Quorum von fünf Prozent erreicht. Rund 75 Unterschriften würden nötig sein, so Aydemir.

Mülheims SPD bereitet erstmals in ihrer Geschichte eine Mitgliederbefragung zur Wahl des neuen Vorsitzenden vor. Geplant ist laut Aydemir, in den drei Stadtbezirken im Zeitraum vom 28. August bis zum 18. September zu Mitgliederversammlungen einzuladen, bei denen sich die Kandidaten präsentieren und sich Fragen der Genossen stellen.

Ergebnis der Mitgliederbefragung gilt als Empfehlung für den Parteitag

Mit Ablauf der ersten Mitgliederversammlung sollen Parteimitglieder ihr Votum abgeben können. Das Abstimmungsergebnis soll am 20. September veröffentlicht werden – als Empfehlung der Mitglieder für den Parteitag, der am 28. September den neuen SPD-Chef beziehungsweise die neue SPD-Chefin bestimmen soll.

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