Tiere

Hundetagesstätte in Mülheim betreut Hunde von Berufstätigen

Die Mitarbeiter Melli, Joline Tonscheidt, Geschäftsführer Jonathan Jatzlau und Emmy von Jimmy's Hundetagesstätte kümmern sich tagsüber um die Vierbeiner.

Die Mitarbeiter Melli, Joline Tonscheidt, Geschäftsführer Jonathan Jatzlau und Emmy von Jimmy's Hundetagesstätte kümmern sich tagsüber um die Vierbeiner.

Foto: Diego Tenore / FUNKE Foto Services

Mülheim.  In Jimmy’s Hundetagesstätte können Berufstätige ihre Hunde morgens abgeben und nach Feierabend wieder abholen. Sozialverhalten wird gestärkt.

Viele kennen das Problem: Ein Vollzeitjob und ein Haustier lassen sich nicht leicht unter einen Hut bringen. Wer kümmert sich um das Tier tagsüber? Wer geht Gassi? Vor allem junge Menschen entscheiden sich aus diesem Grund häufig gegen ein Haustier.

Abhilfe bei diesem Problem will Jimmy’s Hundetagesstätte schaffen. Die Tagesstätte gibt es seit etwa einem Jahr in Mülheim an der Sandstraße. „Der Ort hier ist einfach ideal für uns“, sagt Geschäftsführer Jonathan Jatzlau. „Hier haben die die Hunde genug Platz und können sich frei bewegen.“

Die Bindung zum Herrchen ist am stärksten

Jeden Morgen ab 6.30 Uhr wird es voll vor dem 3000 Quadratmeter großen Gelände. Die Herrchen und Frauchen kommen vorbei, setzen die Hunde ab und fahren direkt weiter. „Morgens hat schließlich jeder Stress“, so Joline Tonscheidt, Mitarbeiterin und Sprecherin der Tagesstätte. „Das ist wie bei Kitakindern.“ Nach dem Absetzen folgt die wilde Phase. Die Hunde spielen miteinander, toben und powern sich aus. Um die Mittagszeit wird es dann etwas ruhiger, so Jatzlau. Ab 16 Uhr wissen die Hunde, dass es bald wieder nach Hause geht und warten gespannt am Zaun.

„Die Bindung zu ihren Haltern ist immer stärker als zu uns“, so Jatzlau. Und das sei auch wichtig. Denn in der Tagesstätte lernen die Tiere das Sozialverhalten mit anderen Tieren. Aus diesem Grund spielen die Betreuer nicht aktiv mit den Hunden. Viel wichtiger sei es, dass die Hunde lernen, miteinander zu spielen und soziale Erfahrungen untereinander zu machen, sagt Jatzlau. „Trotzdem dürfen ein paar Kuscheleinheiten zwischendurch auch nicht fehlen.“

Vertrauen aufbauen und positive Erfahrungen sammeln

Pro Tag sind etwa zwischen 30 bis 45 Hunde in der Tagesstätte. Kapazität gibt es für 60 Hunde. Die meisten davon sind Stammgäste. „Viele begleiten uns von Anfang an.“ Die Hunde, die zum ersten Mal kommen, müssen sich erst an die Gruppe gewöhnen. „Dafür gibt es einen Probetag, an dem wir und auch der Hund sehen, ob es passt“, so Jatzlau. Nach spätestens zwei Tagen haben sich die Vierbeiner meist eingefunden und toben in der Gruppe mit.

Jatzlau will mit seinem Angebot vor allem junge Menschen ansprechen. „Der Bedarf ist da“, weiß der junge Geschäftsführer. Er wolle eine Lösung schaffen, damit möglichst viele Menschen sich den Traum eines Haustieres erfüllen können. Das Wichtigste für ihn sei, dass der Umgang in der Tagesstätte persönlich und herzlich, aber zugleich auch professionell und aufgeschlossen ist. „Unsere Kunden sollen ihre Tiere mit einem guten Gefühl bei uns abgeben und abends wieder abholen können.“

Mehr Infos, Öffnungszeiten und Preise unter www.jimmys-huta.de.

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